Tierschutz: Beschlagnahmungen als „Mammutaufgabe“

Zahlreiche Katzenfunde und -würfe belasten Kapazitäten in Krems. Hundebeschlagnahmung in Weitra als „Mammutaufgabe“.

Erstellt am 22. September 2021 | 04:20
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„Stark ausgelastet“: Das Tierheim Krems verzeichnete 2021 bisher eine hohe Anzahl an Fundkatzen. Einer von Ihnen ist Kater Finnley - hier im Bild mit Tierpflegerin Anikó Péter - der in Zellerndorf (Bezirk Hollabrunn) gefunden wurde. 
Foto: J. Mayerhofer

 Das Frühjahr 2020 brachte in vielen Tierheimen Österreichs mehr Anfragen nach Hunden, Katzen und Co. Die Befürchtung, viele der Vierpföter könnten mit Normalisierung der Situation wieder zurückgebracht werden, hat sich zumindest im Tierheim Krems nicht bewahrheitet. „Das liegt daran, dass wir auch in Zeiten gestiegener Anfragen genau hingesehen haben“, erklärt Tierheim-Leiterin Nina Maria Zinn-Zinnenburg.

Kapazitäten des Heimes sind ausgeschöpft

„Wir haben heuer ein sehr starkes Katzenjahr.“ Dazu haben starke Würfe und zahlreiche Funde beigetragen. Auch die Großbeschlagnahmung von über 130 Chihuahuas im Bezirk Gmünd im August sei eine Mammutaufgabe, und nur in Kooperation mit anderen Tierheimen zu lösen gewesen. Was Beschlagnahmungen und Tierabgaben angehe, sieht Zinn-Zinnenburg einen Stadt-Land-Unterschied. „Am Land gibt es bessere Bedingungen für massenhafte Tierhaltung. In einem eher abgeschiedenen Landhaus wird das weniger schnell entdeckt, als in einer städtischen Wohnung.“

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Gerade angesichts der Großbeschlagnahmung bekräftigt die Tierheim-Chefin die Forderung nach einer Obergrenze bei Haustieren. „Das wäre wichtig, damit die Behörden und Veterinärstellen früher und schneller eingreifen können.“

Während die Kapazitäten im Kremser Tierheim auch mal eng werden, merken kleinere Tierheime wie das Tierheim Schlosser in Gastern nur wenig. „Zumindest bei mir werden nicht mehr Tiere als normal abgegeben“, sagt Leiter Erwin Schlosser. Der Platz sei kein Problem, da er nur Tiere annehme, wenn auch genügend Platz vorhanden ist: „Ich will keine Tiere zusammenpferchen. Die können schnell aneinandergeraten, vor allem wenn sie in der Nacht unbeaufsichtigt sind.“

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