Tiertransporter in Wohnhaus gekracht - Rinder entkommen. In Reitzenschlag in der Gemeinde Litschau (Bezirk Gmünd) ist am Montagvormittag ein Tiertransporter ins Wohnzimmer eines Wohnhauses gekracht. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon, der schwer verletzte Lkw-Fahrer musste in ein Klinikum geflogen werden. 23 Rinder mussten eingefangen werden.

Von APA Red und Karin Pollak. Update am 11. März 2019 (16:46)

Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger wurde der Lenker, ein 31-jähriger Tscheche, schwer verletzt und im Führerhaus eingeklemmt. Um ihn zu befreien, musste hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt werden. Er wurde laut dem Kommandanten der Feuerwehr Litschau, Reinhard Hable, nach der Erstversorgung durch den Notarzt mit dem Rettungshubschrauber ins Landesklinikum Horn geflogen. Der Fahrzeuglenker war ansprechbar.

Laut Feuerwehr waren bei dem Unglück etwa 23 Rinder oder Stiere aus dem Transporter entlaufen, ein Tier blieb verletzt zurück und musste durch einen Fleischer notgeschlachtet werden. Bis zum frühen Montagnachmittag konnten 15 Tiere wieder eingefangen werden. Ein weiteres Rind wurde durch einen Jäger erlegt, nachdem es auf die Einsatzkräfte losgegangen war. Sieben blieben vorerst entlaufen, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Helfer waren noch auf der Suche nach den weiteren entkommenen Rindern.

Insgesamt waren neun Feuerwehren mit mehr als 50 Kameraden für die Bergearbeiten und Suche in Reitzenschlag im Einsatz, aus Krems rollte der große Bergekran der Feuerwehr an.

Das Wohnhaus, in das der Tiertransporter gekracht ist, liegt rund sechs Meter von der B5 entfernt. Durch den Anprall des Lkw an einer Hausecke wurde das Gebäude schwer beschädigt. Die Feuerwehrmitglieder stützten diesen Bereich mit Deckenstehern ab. Das Haus ist bewohnt, zum Glück befand sich niemand zum Unfallzeitpunkt im betroffenen Zimmer.