VOR nimmt Kritik an Top-Bussen ernst. In den neuen VOR-Bussen seien einige Sitze nicht leicht zu erreichen. Farbige Hinweisstreifen werden geprüft.

Von Karin Pollak. Erstellt am 29. September 2019 (06:55)
Die neuen Fahrpläne der VOR wurden in der Hamerlingstraße in Gars kopfüber in der dafür vorgesehenen Halterung fixiert
privat

Die Beschwerdeflut über die neuen Fahrpläne des Verkehrsverbundes Osteregion reißt nicht ab. Nach wie vor gibt es Meldungen von Eltern, deren Kinder bei der Fahrt zur oder von der Schule Probleme haben.

Nicht der Fahrplan, sondern die neuen Busse stehen aber in der Kritik des Gmünders Alfred Pittertschatscher: „Zurecht berichteten die NÖN vor einiger Zeit in einer Ausgabe über die Modernisierung der VOR-Postbusse, die den Fahrgästen das Öffi-Leben von Weitra bis Gmünd erleichtern soll. Und tatsächlich, die Niederflur-Autobusse Marke Iveco spielen alle Stückerln: Display, freundliche Lautsprecherdurchsagen, helle und farbige Ausstattung usw. Allerdings ist den Konstrukteuren der Postbusse ein furchtbares Malheur passiert“, meinte der Gmünder.

Gelbe Warn-Markierungen sollen helfen

Seine Kritik dazu: „Gleich hinter dem Fahrer in Fahrtrichtung links befinden sich die Sitze auf einer Anhöhe, die nur über zwei Stufen erklimmbar sind. Wer größer als 1,65 Meter ist, der sei gewarnt.“ Geradewegs auf Höhe seines Nasenbeins oder seines Kehlkopfes befinde sich das Gepäckfach. „Wer also einfach den Sitz erklimmen will, der bekommt entweder einen kräftigen Stoß auf den Kopf von oben oder einen von vorn auf’s Nasenbein, der bis in die Wirbelsäule wirkt. Dasselbe gilt für die letzte Sitzreihe im Bus. Mein Tipp an die Verantwortlichen: Umgehend gelbe Warn-Markierungen anbringen, oder noch besser: Das Gepäckfach hochklappbar machen, weil es zudem nur selten oder zumindest nicht immer benutzt wird. Für die Fahrgäste: Achtung beim Aufsteigen in den Hoch-Sitz! Am besten empfiehlt sich vorbeugend Bücken.“

Huemer kontert: „Diese Busse sind keine klassischen Niederflur-Busse, sondern sogenannte ‚Low-Entry-Busse‘ mit einem barrierefreien Zugang in der Mitte. Für den Fahrkomfort braucht er im hinteren Bereich oberhalb der Achse diesen Aufgang.“ Aufklappbare Gepäckfächer seien nicht dienlich: „Das wäre nicht stabil und würde während der Fahrt klappern.“ Den Vorschlag für farbige Hinweisstreifen wolle man prüfen.