Daniel Fuchs wird neuer Chef in Schremser Restaurant. Verkauf zieht nach Lockdowns langsam an. Gea-Hotel: Viele Touristen und ein neuer Wirt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:23)
In der Schremser Stadthalle begrüßte er als Wirt Gäste wie Jazz Gitti – jetzt dockte Daniel Fuchs im Gea-Hotel zur Sonne an.
Pollak/Archiv, Pollak/Archiv

Von einem „Phänomen, das uns in dieser Art bisher noch nicht bekannt war“, berichtet Hausherr Heini Staudinger aus dem „Gea Hotel zur Sonne“ am Schremser Hauptplatz: Das Hotel, das bisher vorwiegend von Gea-Seminargästen genutzt wurde, erfreue sich aktuell ungewohnt starker touristischer Nutzung. „Der Druck, raus aufs Land zu kommen, wird drängender. Unsere gewisse Popularität hilft uns dabei natürlich“, spricht Staudinger von mehr als zwei Dutzend reinen touristischen Buchungen alleine für die Vorwoche. Dazu kamen Theatergäste aus dem Hoftheater, eine Uni-Gruppe der Angewandten oder Teilnehmer eines Homöopathie-Kongresses. Das trifft sich insofern gut, als die Gea-Akademie – zuvor neben Schuhwerkstatt und Jurte eine der wichtigsten Frequenzbringerinnen für die Granitstadt – erst allmählich wieder aus der Lockdown-Pause zurückkehrt.

Noch nicht zurück ist der Restaurantbetrieb. Als Termin für einen „Soft Start“ nennt Staudinger den 12. Juni mit Musik von Joe Haunlieb, „Zappa“ Cermak & Judith mit Kids (Vorverkauf 10 Euro). Der, so Staudinger, „Weltstar im Waldviertel“, tritt – so das Wetter passt – ab 20 Uhr im Wirtshaushof auf, dazu gibt es Speis & Trank.

In der Küche präsentiert der Gea-Chef indes personelle Neuigkeiten – der frühere Stadthallenwirt Daniel Fuchs löst den früheren Gmünder Wirten Werner Pauser ab und wird Restaurantchef, Pauser wechselte in die Haustechnik. „Er ist mit Begeisterung bei Umbauarbeiten dabei, will aber künftig natürlich auch in der Küche mithelfen, wenn Not am Mann ist.“

Selbstständige Händler rasch aufpäppeln

Wie geht‘s den Waldviertler Werkstätten nach Dauerlockdowns insgesamt im Verkauf?

Staudinger freut, dass der Umsatz der ersten fünf Monate 2021 in Schrems trotz durchgehend harter Einschränkungen gegenüber 2020 nicht zurückging, obwohl damals die ersten zehn Wochen Normalbetrieb war. Aber: „Während Schrems durch den Webshop viel wettmachte und gute Deckungsbeiträge erzielte, haben gut 30 selbstständige Händler nennenswert verloren. Wir müssen schauen, dass sie rasch zu Kräften kommen.“ – Für den Mai berichtet er insgesamt von einem Umsatzplus gegenüber Mai 2020 von elf Prozent, gegenüber Mai 2019 aber noch von einem Minus von zehn Prozent – bei fast gleichen Personalkosten.

Trotzdem: Ins Waldviertler-Universum strömt Morgenluft, die Richtung stimmt.