Brunnen in Gmünder Fußgängerzone "weint". Leck gewordener Brunnen in Gmünder Fußgängerzone ergänzt tristes Bild des verzögerten Starts in die Schanigarten-Saison.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 16. April 2021 (05:43)
Ist der Brunnen noch ganz dicht? Vermutlich nicht.
M. Lohninger

Böses Erwachen aus dem „Winterschlaf“ für den fotogenen Brunnen in der Fußgängerzone am Gmünder Stadtplatz: Der Bereich rund um den klassischen Treffpunkt für Altstadt-Führungen musste wegen austretenden Wassers vorübergehend gesperrt werden.

Waren es – wie Passanten raunten – die Tränen des Brunnens angesichts des zur besten Zeit des bisherigen Jahres coronabedingt geschlossenen Eis- bzw. Schirm-Betriebes beim Alten Rathaus, oder vielleicht doch technische Hintergründe?

Natürlich Zweiteres, wie Stadtbaudirektor Michael Prinz auf NÖN-Nachfrage erklärt: „Der Brunnen ist nicht mehr der Jüngste – und Stein ist ein Baustoff, der sich im Wandel der Jahreszeiten bewegen kann.“ Der Granitbrunnen wurde 1992 unter Bürgermeister Alfred Drach im Zuge der kompletten Stadtplatz-Umgestaltung samt Schaffung der Fußgängerzone und Meridian-Passage angelegt.

Hat’s was mit den neuen Kabeln?

Bereits vor fünf Jahren hatte es nach dem Winter massive Probleme mit austretendem Wasser gegeben, vor zwei Jahren noch einmal. Damals wurde er neu abgedichtet. Im Vorjahr erhielt der Hingucker im Zuge der Umrüstung des Stadtplatzes auf LED-Beleuchtung eine neue Verkabelung, eventuell könnte das Leck auch damit zu tun haben. Der Brunnen wird jedenfalls abgelassen, und einmal mehr genau unter die Lupe genommen.

Den heutigen Turm hatte das Alte Rathaus übrigens schon 1988, vier Jahre vor der Umgestaltung, aufgesetzt bekommen.