Unterstützung für Mario Berger ist gewaltig . Der ehemalige Fußballer befindet sich im Wachkoma. Therapien zeigen Wirkung.

Von Karin Pollak. Erstellt am 10. Januar 2020 (04:39)
Viele unterstützen die Familie Berger in Watzmanns, deren Sohn Mario (35) sich seit 2018 im Wachkoma befindet. So verzichtete Franz Seidl (Zweiter von rechts) auf Geschenke zu seinem 80. Geburtstag. Dafür übergab er mit Gattin Ingeborg (Zweite von links) und Tochter Silvia Friedl (rechts) 850 Euro. Marios Vater Josef (links) und seine Mutter Monika dankten herzlich.
Karin Pollak

Wenn das Leben von einem Tag auf den anderen nicht mehr so ist, wie es war, steht meist ein schwerer Schicksalschlag dahinter – so auch bei der Familie Berger aus Watzmanns. Mario Berger war begeisterter Fußballer beim USC Schweiggers und Waldviertel-Betreuer bei XXX-Lutz, als im Oktober 2018 ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Dazu kamen zwei Schlaganfälle. Seither befindet sich der 35-Jährige im Wachkoma. „Er macht täglich Fortschritte“, betont seine Mutter Monika, die Mario gemeinsam mit Gatten Josef, einer 24-Stunden-Pflegehilfe und dem Hilfswerk betreut.

„Wir für Mario“.

Unterstützung bekommt die Familie auch vom USC Schweiggers, die ein Spendenkonto eingerichtet haben. Unter dem Motto „Wir für Mario“ zeigten sich die Vereinsmitglieder solidarisch mit ihrem Freund: „Erheben wir uns von der Ersatzbank und gehen für Mario ins Spiel. Einem Mannschaftskollegen, der nicht nur einen Tumor und Schlaganfall, sondern auch die darauffolgenden medizinischen Komplikationen überstanden hat, kommt man gerne zu Hilfe.

Zeigen wir gemeinsam den schrecklichen Nachfolgen des Schlaganfalles die rote Karte“, ist ihr Auftrag, für den sie bereits viele Unterstützer gefunden haben. „Das Spendenkonto bleibt auch 2020 geöffnet“, betont Obmann Christoph Spitaler.

Jubilar verzichtete für Berger auf Geschenke.

Die Hilfsaktion unterstützten schon viele. Das tat jetzt auch Franz Seidl aus Hörmanns, der anlässlich seines 80. Geburtstages auf Geschenke verzichtete und dafür um Spenden für Mario Berger gebeten hat. Mit seiner Gattin Ingeborg und Tochter Silvia Friedl stellte er sich am vergangenen Freitag bei der Familie Berger mit 850 Euro ein. „Wir wollen uns damit nicht protzen, sondern anderen ein Vorbild sein“, so der Jubilar.

Für Mario Berger und seine Familie sind diese Spenden eine große Hilfe. „Die vielen Therapien, die Mario sehr helfen, sind teuer.“ Von Ergo-, Physio- und Cranio-Sacral-Therapien bis hin zu einer logopädischen Betreuung wird für ein „Zurück ins Leben“ für Sohn Mario alles, was in der Macht der Familie steht, unternommen. „Ich massiere meinen Sohn täglich, auch seine Muskeln werden trainiert“, erzählt die Mutter. Diese Rund-um-Betreuung zuhause – ein Pflegeheim stand niemals im Raum – helfen ihrem Sohn enorm.

Mario gibt die Zeit vor.

Mittlerweile kommuniziert er mit seinen Augen und seiner Gestik mit der Familie und antwortet mit Holzkastagnetten mit ja oder nein. „Mario gibt die Zeit vor, die er braucht und das akzeptieren wir. Seine Schritte sind klein, aber zum Glück gibt es sie“, schauen die Bergers optimistisch in die Zukunft.

Dabei helfen auch viele schöne Momente, wie der Weihnachtsbesuch der Fußballfreunde oder der Arbeitskollegen aus Stockerau oder eben jener der Familie Seidl. Für die großartige Unterstützung von allen, die an Mario glauben, dankt die Familie Berger herzlich.

Wer ebenfalls helfen will: Spendenkonto der Union Sportclub Schweiggers „Wir für Mario“: IBAN: AT40 3299 0000 0170 8403