Bäuerinnen aus dem Bezirk Gmünd im Chat. Nicht beim „Tag der Bäuerin“ sondern via Online-Meeting gab es viele Informationen aus erster Hand für die Bäuerinnen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 21. Februar 2021 (04:54)
Beim Webinar der Bäuerinnen: Marion Kuben, Anna Marchsteiner, Andrea Schwarzmann, Andrea Wagner, Martina Diesner-Wais, Markus Wandl, Martin Spitaler und Josef Stangl.
Karl Tröstl

Traditionell finden die regionalen „Tage der Bäuerinnen“ im Saal eines Gasthauses statt. Wegen Covid-19 wurde anstatt dieser beliebten Veranstaltungen ein Webinar organisiert – alle Teilnehmer konnten die Vorträge von zuhause aus verfolgen und sich auch mittels Chat einbringen.

Bezirksbäuerin Marion Kuben freute sich über insgesamt 69 Teilnehmer. Die Bundesbäuerin und Vorarlberger Landtags-Abgeordnete Andrea Schwarzmann referierte über Bäuerinnen in der digitalen Welt und betonte, dass eine Globalisierung ohne funktionierende Regionalität ein Luftschloss sei. Nur der aktive Dialog mit der Gesellschaft in einer starken regionalen Partnerschaft halte einen gut funktionierenden Betrieb aufrecht.

Gedanken über den Bauernhof im Bett

Andrea Wagner, Vizepräsidentin der NÖ-Landwirtschaftskammer, hob die Wichtigkeit der Agrarkommunikation hervor – etwa durch das Öffnen der Betriebe für interessierte Personen. Neues aus dem Parlament berichtete Abgeordnete Martina Diesner-Wais, die genauso den Stellenwert der Regionalität hervorhob.

Kammerobmann Markus Wandl blickte seitens der Bezirksbauernkammer auf wichtige Ereignisse der vergangenen zwölf Monate und sprach Neuerungen an. Kammersekretär Martin Spitaler erläuterte indes Gesetzesänderungen für Fördermittel und Bestimmungen der Covid-Maßnahmen, wie Verlust-Ersatz und Waldfonds-Ersatz bei Käferschaden. Abschließend sprach der Berater für Krisenintervention Josef Stangl mit „Der Betrieb liegt im Bett“ zum Zusammenleben und zu Herausforderungen am Hof. Denn: Eine statistische Auswertung ergab, dass viele ihre Gedanken über den bäuerlichen Betrieb auch ins Bett mitnehmen.