„Aus“ für Paffrath nach vier Monaten. Peter Paffrath hört als Caterer auf Schloss Weitra auf. Auflagen und Vorschriften hätten Bemühungen und Einsatz seines Teams zunichte gemacht.

Von Karin Pollak. Erstellt am 16. September 2017 (04:58)
Der Amaliendorfer Peter Paffrath hört als Caterer auf Schloss Weitra auf.
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Peter Paffrath als Caterer im Schloss Weitra ist wieder Geschichte: Nach nicht einmal vier Monaten warf der Amaliendorfer das Handtuch. „Was nicht geht, geht nicht“, meinte Paffrath.

Mit Mai übernahm er mit seinem Chefkoch Bernhard Höbarth aus Weitra das Catering auf Schloss Weitra. Es wurde viel Herzblut und auch Geld investiert, um die Gäste bei diversen Veranstaltungen mit kulinarischen Köstlichkeiten und edlen Getränken zu bewirten. Nach dem Schloss-Weitra-Festival zog sich Peter Paffrath zurück. „Man kann noch so viel Spaß haben, wenn nicht genug übrig bleibt, dann geht es einfach nicht“, sagt er zur NÖN. All seine Bemühungen und der Einsatz seines Teams seien durch die vielen Auflagen und Vorschriften zunichte gemacht worden. Das unterstreicht auch Schlossverwalter Johannes Hartig, der sich jetzt wieder auf die Suche nach einem Caterer machen muss: „Das traurige Ende von Peter Paffrath ist die Folge von der Registrierkassenpflicht und den Vorgaben für die Entlohnung von Aushilfspersonal.“

Caterer im Schloss sei, so Hartig, kein einfaches Unterfangen. Es gäbe kein Tagesgeschäft, sondern nur Vollbetrieb bei Veranstaltungen. „Und für diese braucht ein Caterer Aushilfspersonal, das rund 50 Euro pro Anmeldung kostet. Dazu kommt ein Stundenlohn mit Überstunden, Abgaben usw. von 25 Euro und noch mehr. Das können sich viele Unternehmen gar nicht leisten“, rechnet Hartig vor. Kosten für die Registrierkassa kommen dann auch noch dazu.

Paffrath will nun „Peters Land“ forcieren

„Ich verstehe den Staat, der reguläre Verhältnisse haben will. Diese müssen aber leistbar bleiben. Mit diesen Vorschriften hat sich der Staat ins Bein geschossen. Die Rechtsstaatlichkeit funktioniert nicht“, ist der Schlossverwalter überzeugt (siehe Leserbrief). Einen neuen Caterer zu finden, sei für Hartig schwierig: „Man wird nachdenken müssen, ob es die Gastronomie in der bisherigen Art überhaupt noch geben wird können. Es ist ein schwebender Zustand, mit dem wir sehr unglücklich sind. Für heuer ist das Catering abgedeckt, aber was dann?“

Eine Lösung könnte funktionieren, aber das wird für die Veranstalter und auch deren Besucher teuer. „Proficaterer sind sicherlich interessiert, aber dann kostet der Kaffee oder das Glas Wein mindestens doppelt soviel wie bisher.“

Für Peter Paffrath ist das Schloss Weitra kein Thema mehr. Er will sich vermehrt um „Peters Land“ kümmern, für das er bereits neue Pläne hat. „Welche, verrate ich noch nicht.“