Forderung für Kaserne: Petition für regionales Essen. Anstatt Fleisch aus Neuseeland und Obst aus Mexiko sollen Soldaten wieder Regionales auf den Tisch bekommen.

Von Karin Pollak. Erstellt am 10. März 2020 (16:34)
Kasernenkommandant Reinhard Bachner,Küchenleiter Robert Klein, Abgeordnete Margit Göll und VP-BürgermeisterPatrick Layr wollen wieder eine regionale Küche in der Kuenringerkaserne.
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Regionalität und Nachhaltigkeit ist ein allgegenwärtiges Thema, auch in der Kuenringerkaserne Weitra. Man will zurück auf diese Schiene – zumindest in Sachen „Essen“.

Fakt ist, dass seit 2014 das Essen für die in Weitra stationierten Soldaten aus der Großküche in der Kaserne Wiener Neustadt angeliefert wird. In Weitra werden die Menüs „finalisiert“. Die Lebensmittel dazu werden dort bezogen, wo der Preis passt. „Von Regionalität ist da überhaupt keine Rede mehr“, meint VP-Landtagsabgeordnete Margit Göll, die gemeinsam mit Kasernenkommandant Reinhard Bachner und Weitras VP-Bürgermeister auf diesen „nicht mehr tragbaren Umstand“ aufmerksam macht. „Es kann nicht sein, dass für das Essen unserer Soldaten Fleisch aus Neuseeland verwendet wird“, so Göll, die darüber schon mit der neuen VP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gesprochen hat. „Als ehemalige Bauernbunddirektorin hat sie mir Unterstützung zugesagt“, so Göll.

Gemeinsame Petition an Ministerin Tanner

Das gemeinsame Bestreben ist, dass wieder das Essen in der Kaserne mit regionalen Lebensmitteln ermöglicht werden kann. „Damit wird auch etwas gegen die Abwanderung getan, die heimische Wirtschaft gestärkt. Natürlich profitieren auch die Soldaten davon, die bekommen gesunde und frische Lebensmittel auf den Tisch.“

Margit Göll und die Weitraer Vertreter haben bei einer Besprechung, an der auch Küchenleiter Robert Klein teilgenommen hat, eine Petition gegen „diese Fehlinvestition Großküche“, wie Göll betont, aufgesetzt, die Ministerin Tanner erhalten soll.

Dass diese Anstrengungen Erfolg bringen, wird von Insidern bezweifelt: „In Salzburg soll eine Bundesheer-Großküche gebaut werden. Das ist kein Zeichen für eine Dezentralisierung.“ Vielleicht würde es aber gelingen, dass regionale Lebensmittel in den Großküchen verwendet werden können. Dann gebe es auch wieder heimische Äpfel, jetzt kämen diese aus Mexiko.

In der Kuenringerkaserne werden pro Jahr rund 15.000 Portionen Frühstück und Abendessen sowie an die 25.000 Mittagessen ausgegeben.

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