Weitra , Heidenreichstein

Erstellt am 19. Januar 2017, 04:06

von Markus Lohninger

Verstärkung: Frank-Reisen stockt auf. Weißenböck-Busse geschlossen. Frank-Reisen kauft Busse, führt Schülertransporte fort – und will sich stärker im Raum Gmünd/Weitra/Zwettl verankern.

Frank-Reisen expandiert weiter. Das Busunternehmen von Alfred Weißenböck (2.v.r.) wurde eingestellt, Frank-Reisen erwarb einen Teil der Flotte und will Weißenböcks Kunden künftig mit der selben Qualität weiter betreuen. Am Foto: die Frank-Mitarbeiterinnen Michaela Glanzer (rechts) und Wilma Hörmann (links), Frank-Bus-Abteilungsleiter Michael Moser (Mitte) sowie Frank-Geschäftsführer Christoph Wurz beim Handshake mit Alfred Weißenböck.  |  Markus Lohninger

Eine Geschichte endete, für eine andere Geschichte startete ein neues Kapitel: Der Weitraer Busunternehmer Alfred Weißenböck trat mit Jahresende seinen Ruhestand an, schloss seinen Betrieb in der Zwettler Straße. Einen großen Teil der Busflotte kaufte der Heidenreichsteiner Reisespezialist Frank-Reisen, der auch drei ehemalige Mitarbeiter aufnahm und die Kunden Weißenböcks in der gewohnten Qualität betreuen will.

„Dieser Schritt fügt sich sehr gut in unsere Zielsetzung, uns besser im Raum Weitra/Gmünd/ Zwettl zu verankern“, sagt Frank-Reisen-Geschäftsführer Christoph Wurz zur NÖN. Wurz sieht den Standort Weitra als ideale Ergänzung zu den jetzt schon stark besetzten Standorten Heidenreichstein, Waidhofen und Litschau. Die von Weißenböck angekauften Busse sind auch weiterhin in Weitra stationiert.

 „Es geht uns gut, die Geschäftslage ist hervorragend. Wir haben als Reiseveranstalter die internationalen Krisen gut überstanden.“

Christoph Wurz, Geschäftsführer Frank-Reisen 

„Wichtig war für mich, dass Frank-Reisen auch die Schülertransporte in den Gemeinden Weitra, Großschönau und Unserfrau-Altweitra von der Finanz-Landesdirektion übernommen hat und im selben Ausmaß weiterführen wird“, sagt Alfred Weißenböck, den auch freut, dass Arbeitsplätze durch die gefundene Lösung erhalten bleiben.

Im Jahr 1951 hatte sein Vater Johann eine Transportfirma gegründet, 1971 einen ersten Autobus für den Schülertransport zugekauft und 1982 den Betrieb um einen Reisebus erweitert. Als der Vater 1984 den Ruhestand antrat, wurde der Betrieb an seine Söhne Peter (Transport) und Alfred (Bus) aufgeteilt. Alfred Weißenböck baute das Bus-Segment danach sukzessive auf bis zu elf Busse aus.

Frank-Reisen als einst erster Bus- und Reisebüro-Unternehmer in der Region festigte indes mit dem Zukauf der Weißenböck-Busse seine Position als größtes privates Bus-Unternehmen des Waldviertels. „Es geht uns gut, die Geschäftslage ist hervorragend“, spricht Geschäftsführer Christoph Wurz von einer „Erfolgsgeschichte. Wir haben als Reiseveranstalter die internationalen Krisen gut überstanden, bewegen uns im starken Plus-Bereich.“

Frank erwirtschaftet 10 Millionen Euro Umsatz

Der junge Fuhrpark von Frank-Reisen umfasst inzwischen 32 Fahrzeuge, mehr als 50 Mitarbeiter erwirtschafteten für den Heidenreichsteiner Familienbetrieb im vergangenen Jahr an die zehn Millionen Euro Umsatz.

Dabei streckt das Unternehmen bereits seine Fühler nach zusätzlichem Personal aus: Gesucht werden Taxi- und Mietwagenlenker für Schul- und Transferfahrten (Teilzeit) sowie Buslenker für Linien- und Reiseverkehr (Voll- und Teilzeit).