Kindergarten-Sanierung und Bauland auf Schiene

Kindergarten-Sanierung & Bauland sind in Weitra auf Schiene. FPÖ forderte Gratistests.

Karin Pollak
Karin Pollak Erstellt am 10. Oktober 2021 | 04:57
Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
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Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev

Die Sanierung des Kindergartens Kalvarienberg und der bei diesem Kindergarten geplante Zubau für die Tagesbetreuungseinrichtung sind auf Schiene. Bei der Gemeinderatssitzung am 29. September wurden die Aufträge für dieses Millionen-Projekt vergeben. Vorwiegend werden regionale Firmen dieses Projekt, das eine gute Million Euro kosten wird, umsetzen: Den Zuschlag erhielten unter anderem die Firmen Zauner, Eschelmüller, Silbernagel, Göschl und das Lagerhaus Gmünd-Vitis (siehe Infobox).

Altlasten wurden beseitigt

Um die 600.000 Euro nimmt die Gemeinde Weitra in die Hand, um Altlasten zu beseitigen. Vor 25 Jahren wurde die Volksschule saniert, finanziert mit einem damals modernen Leasingvertrag. Somit ist die Leasingfirma im Grundbuch nach wie vor als Eigentümer der Volksschule eingetragen. Jetzt erfolgte der Rückkauf der Liegenschaft.

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Dieses Prozedere gab es auch beim Leasingvertrag, mit dem die Tribüne und ein Teil des Hauses am Weitraer Fußballplatz vor Jahren errichtet worden ist. Der Rückkaufswert beträgt hier rund 53.000 Euro.

Infrastruktur für das neue Bauland

Im neuen Siedlungsgebiet Reinprechtsfeld wird die Errichtung der Infrastruktur in Angriff genommen. Kanal, Wasser und Straße errichtet die Firma Leyrer+Graf. Für die Abwasserbeseitigung sind rund 420.000 Euro nötig, für die Wasserversorgung rund 100.000 Euro und für den Straßenbau, der vom Leitungsbau nicht betroffen ist und daher nicht förderbar ist, rund 55.000 Euro. Laut Stadtgemeinde haben sechs Firmen an dieser Ausschreibung teilgenommen.

Die Prüfmaßnahmen bei den Leitungen wird die Firma Kanalpartner aus Rabenstein an der Pielach durchführen – Kosten: 5.820 Euro. Dafür gab es vier Angebotsleger. „Wir haben damit um die zwei Millionen Euro in die Zukunft und Entwicklung der Gemeinde investiert“, freut sich Bürgermeister Patrick Layr.

Hochwassergebiet: Bausperre ist nötig

Einige Tagesordnungspunkte betrafen die Flächenwidmung. Es musste bei einem Betriebsgebiet, das sich in Brühl neben der Lainsitz befindet, auf Weisung des Landes eine Bausperre für den unbebauten Bereich verhängt werden, da sich das Areal im Hochwasserbereich der Lainsitz befindet. Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig.

FPÖ-Dringliche

Die beiden Gemeinderäte der FPÖ stellten einen Dringlichkeitsantrag, forderten kostenlose Corona-Tests für alle Gemeindebürger. Mit Gegenstimmen der ÖVP-Mandatare und Stimmenthaltung der SPÖ wurde der Antrag abgelehnt. „Das ist ein Thema der Bundespolitik. Außerdem sind wir in Weitra Spitzenreiter bei Corona-Impfungen. Das derzeitige Testangebot bleibt aufrecht, solange die Gemeinde Unterstützung von Bund und Land bekommt“, betont Patrick Layr.