Klapp-ing, ein Name in aller Munde. ​​​​​​​Ist es ein Schreibfehler oder ist es Absicht? Das würde ja Clubbing heißen! Was bedeutet Klapp-ing? Diese Fragen stellten sich viel Personen, die diesen Schriftzug in Weitra lasen.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 06. Juli 2020 (21:06)

Es sei ganz einfach erklärt, meinte man seitens der Veranstalter – der Werkstatt Weitra. Da wegen Corona die Sommerfestspiele am Rathausplatz abgesagt werden mussten, überlegte man, die Wirtschaft und die Gastronomie zu beleben und gleichzeitig der Bevölkerung und den Gästen, doch etwas Unterhaltsames zu bieten und begann zu organisieren. 100 Personen auf einem Platzt im Freien, wo eine Veranstaltung abgehalten wird.

Man grenzte mit einem blau/weißem Bändern ab, errichtete die Bühne, die sonst für die Schauspieler des Festivals dient und kaufte KLAPP-Sessel an. Es wurden im vorgeschriebenen Abstand die Plätze für diese Sessel mit weißen Punkten markiert und jeder Besucher holte sich einen gratis zur Verfügung gestellten KLAPP-Sessel und kann sich einen Punkt zum Sitzen suchen. Somit war das Wort „KLAPP-ING“, wegen der Klappstühle geboren.

Beim Auftakt zum Sommer-Klappi-ing in der Kuenringerstadt, am Freitag den 3. Juli, wo die Sommerfestspiele Prämiere gehabt hätten, war die Stadtkapelle angetreten und erfreute die Bevölkerung mit ihrer Musik. Einige Interessierte waren im gesamten Stadtgebiet verteilt, um den Melodien zu lauschen. Viele Bewohner an Rathausplatz hatten ihre Fenster geöffnet und genossen die Klänge an diesem herrlich, lauen Sommerabend.

Als Ehrengast konnte der Intendant Peter Hofbauer begrüßt werden, der die Absage der Open Air Festspiele bedauert, aber es gelassen hinnahm. Begleitet wurde er von der Geschäftsführerin der Schlossfestspiele, Conny Stütz und Bürgermeister Patrick Layr. Nach dem Konzert, wurden die Musiker im Gasthaus Hentsch mit einem Essen versorgt.

Als erster Höhepunkt dieses Klapp-ings war der Auftritt der Bekannten Sängerin GuGabriel, gleich einen Tag später am Samstag den 4.7. Die geborene Weitraerin, wurde bei dem einen oder anderen Song von ihrer Schwester Siegrid Machowetz am Akkordeon oder Klavier begleitet.  Vor Beginn des Konzertes präsentierten die „Corona-Girls“ (5 kleine Mädchen) die Bestimmungen, mittels Ausdrucken, wo auf die Corona-Regeln hingewiesen wurde. 

„Ich bin Glücklich und habe mich sehr gefreut, dass ich in meiner Heimatstadt diesen Auftritt bei herrlichem Wetter machen durfte. Außer dem freute mich der Besuch einiger meiner ehemaligen Schulfreundinnen sehr“ gab GuGabriel im Interview an. Für sie war es ein >Corona Homecoming Gig<, wie sie es bezeichnet. Ihr Auftritt wurde wieder mit viel Applaus belohnt, sodass es auch Zugaben gab. Auch Petra Zimmermann-Moser, die Vizebürgermeisterin war begeistert und über den Auftritt von GuGabriel sehr erfreut.

Das Programm geht auf vollen Touren weiter, so zum Beispiel in einer etwas anderen, nicht musikalischen Art, präsentieren am Freitag den 17.7. die Kabarettisten Kammerhofer & Mayerhofer ihren Stammtisch auf der Sommerbühne.