Kunstprojekt um Steinskulptur mit Herz erweitert. Weitraer Künstler Christoph Sorgner schuf seine erste Großskulptur und platzierte sie am Maderberg.

Von Karin Pollak. Erstellt am 17. September 2020 (04:57)
Die Steinskulptur „A kiss from the bottom of the heart“ vom Christoph Sorgner zieht Blicke und auch Fotoapparate in Weitra an (v.l.): Projektorganisatorin Tatjana Zinner, Nachbar Rolf Bernot, Christoph Sorgner, Vizebürgermeisterin Petra Zimmermann-Moser, Bürgermeister Patrick Layr.
Karin Pollak

Das von Tatjana Zinner initiierte Kunstprojekt „Kunst geht heim – 2020 mit Herz“ wächst. Der Künstler und Inhaber der Galerie „Kunst & Kramusi“ am Rathausplatz, Christoph Sorgner, schuf eine Steinskulptur – seine erste in dieser Größe.

Das „Herz“ steht, wie die NÖN berichtete, heuer im Fokus von Weitra. Seit der Vorwoche sorgt nun eine große Steinskulptur am „Maderberg“ gleich hinter dem Rathaus für einen besonderen Hingucker und avancierte innerhalb kurzer Zeit zum beliebten Fotomotiv.

Der in Reinprechts wohnende Künstler Christoph Sorgner legte dafür Hand an und das mit viel Ausdauer und Kraft. Die Granitplatte mit ursprünglich 1.400 Kilo organisierte der Weitraer Steinmetz Maringer. Mit Schremm- und Bohrhammer, Flex und auch Muskelkraft mit Hammer und Meisel bearbeitete der Künstler diese gewaltige Steinplatte, schuf in rund 40 Arbeitsstunden die Skulptur mit dem Titel „A kiss from the bottom of the heart“.

„Ich wollte damit die körperliche Umarmung von zwei Personen, die sich ihre Liebe zeigen, darstellen. Diese Art der Zuneigung ist ja momentan mitunter nicht wirklich möglich. Außerdem passt dieses Thema genau zum Kunstprojekt von Tatjana Zinner“, meint Sorgner. Außerdem habe ihm diese Art zu arbeiten getaugt: „Es ist meine erste Großskulptur und ich glaube, dass es noch weitere geben wird“, lacht der Künstler, der sich auch über das Feedback der Weitraer Gemeindeführung, der Bürger und auch Gäste der Stadt freut.

„Das ist jetzt eines der sichtbaren Highlights unserer Stadt“, meinte etwa VP-Bürgermeister Patrick Layr. Auch der unmittelbare Nachbar dieser Skulptur, Rolf Bernot, ist von diesem Kunstwerk angetan: „Das bereichert meine Aussicht.“

Kaum war die Steinskulptur am Maderberg installiert, wurde sie auch schon eifrig fotografiert – natürlich mit küssenden Pärchen im Mittelpunkt.

Schatzsuche als weiterer Höhepunkt im Herbst

Die Steinskulptur von Christoph Sorgner ist eines von mittlerweile vier Werken, die in Weitra im Rahmen dieses Projektes präsentiert werden. „Weitere Kunstwerke wird es geben. Es beteiligen sich neben Christoph Sorgner auch Axxl Dietz, Herbert Forstner, Dieter Helm, Waltraud Jäger, Judy Mardnli, Walter Schnabl, Manu Tober und Myriam Urtz, sie nehmen jeweils mit einem Kunst-Herz-Werk an der im öffentlichem Raum stattfindenden Ausstellung in Weitra teil“, betont Initiatorin Zinner, deren Herzen als befüllte Objekte mit Plastik- und Verpackungsmaterial im Außenbereich oder als Installation in Auslagen zu sehen sind. Alle Kunstwerke können käuflich erworben werden. Info gibt es dazu direkt bei den Künstlern.

Die Kunstwerke stehen am 25. September (9.30-11.30 Uhr) und 26. September (14.30-16.30 Uhr) im Mittelpunkt einer „Kunst-Schatz-Suche“. Bei dem Kunstspiel können Teilnehmer auf ungewöhnliche Weise in den Besitz eines Kunstwerks kommen. Erforderliche Kunst-Schatz-Karten mit einem Stadtplan gibt es im Concept-Store Torhaus neben dem Stadttor.

„Wer sich auf die Herzsuche begibt und Antworten findet, kann in den Besitz eines signierten Unikats der Künstler Manu Tober und Tatjana Zinner kommen“, betonen die Verantwortlichen.

Bis Ende November soll die Ausstellung mit weiteren Objekten, Bildern und Installationen bespielt werden.