Nachfolge im Notariat: Hochstöger übernimmt von Schneider

Erstellt am 17. Juni 2022 | 05:00
Lesezeit: 3 Min
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Mit Robert Hochstöger (rechts) wurde ein Nachfolger für Norbert Schneider im Weitraer Notariat gefunden.
Foto: Anna Hohenbichler
Robert Hochstöger wird neuer Notar. Zu Weitra hat er schon jetzt eine Verbindung.
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Im Notariat am Weitraer Rathausplatz stehen die Zeichen auf Veränderung: Norbert Schneider übergibt die Kanzlei nach 27 Jahren mit Anfang August in die Hände von Robert Hochstöger. Für den gebürtigen Gmünder ist es eine Rückkehr in die Heimat.

Dass es ihn in die Rechtswissenschaft ziehen wird, habe er schon früh entschieden, erzählt Robert Hochstöger. Ein bisschen liege auch es in der Familie, immerhin ist Vater Oswin Hochstöger Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Gmünd. Der Weg dorthin war trotzdem ein ungewöhnlicher: Nach der Unterstufe am Gmünder Gymnasium schloss Robert Hochstöger die Höhere Lehranstalt für Fremdenverkehr in Krems mit der Matura ab.

Derzeit arbeitet er in der Waidhofner Notariatskanzlei bei Michael Müllner, dort hat er vor über acht Jahren als Notariatskandidat angefangen: „Ich möchte mich bei Michael Müllner und seinem Team für die lehrreichen und schönen acht Jahre bedanken.“ Davor hat Hochstöger Rechtswissenschaften in Wien studiert, nebenbei schon als juristischer Mitarbeiter in Rechtsanwaltskanzleien Erfahrung gesammelt und seine Gerichtspraxis in Gmünd und Krems absolviert.

Vor dem Wechsel von Waidhofen nach Weitra stehen noch etliche organisatorische Tätigkeiten an. Für seine erste eigene Kanzlei hat Robert Hochstöger aber schon Pläne: „Die IT-Infrastruktur wird erneuert und ein Kanzleiverwaltungsprogramm angeschafft“, sagt er. Die Räumlichkeiten will er in den nächsten Jahren insgesamt adaptieren und renovieren. Norbert Schneider beschäftigt derzeit zwei Mitarbeiterinnen, ab August soll eine dritte zusätzlich unterstützen.

Gute Vorbereitung: Notar auf Zeit in Eggenburg

Er freue sich darauf, die eigenen Vorstellungen umsetzen zu können. Kompetente und verständnisvolle Betreuung liege ihm am Herzen. Ganz neu ist die Rolle für ihn ohnehin nicht: Nachdem Eggenburgs Notar Roman Frey-Freyenfels im Vorjahr plötzlich verstorben war, hat Hochstöger die Kanzlei für einige Monate übergangsmäßig geleitet: „Das war eine gute Vorbereitung, bei der ich viele Erfahrungen sammeln konnte.“

Derzeit lebt er in Eggenburg, in Weitra ist allerdings schon eine passende Bleibe gefunden. Privat gilt sein Hauptinteresse der Natur – etwa dem Fliegenfischen, der Jagd und dem Reitsport. „Ein Jahr vor Studienabschluss bin ich wieder zurück ins Waldviertel gezogen, weil ich aus der Stadt weg wollte“, erzählt Hochstöger. Seine erste Station war ausgerechnet Weitra.

„Ich habe damals für ein Jahr hier gelebt, mir hat Weitra schon immer gefallen.“ Umso erfreulicher ist das baldige berufliche Wiedersehen: „Ich bin dankbar, einen so spannenden Beruf im ländlichen Raum und in meiner Heimat ausüben zu dürfen.“

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