„Stadtmauerstädte NÖ“: Wenn alte Mauern verbinden

20 Jahre gibt es die Kooperation „Stadtmauerstädte NÖ“ bereits. Nun wurde in Weitra gefeiert.

Helma Meierhofer Erstellt am 26. September 2021 | 06:15

Begonnen hat alles 2001 in Drosendorf bei einem Arbeitskreis der Stadterneuerung. Ziel war die Bewahrung vorhandener geschichtlicher Ressourcen, eben der Stadtmauer, und die touristische Wertschöpfung daraus. Die Idee, sich mit gleichgesinnten Städten mit Stadtmauern zusammenzuschließen, war geboren. Heute gehören die elf Städte Drosendorf, Eggenburg, Groß-Enzersdorf, Hainburg, Horn, Laa, Marchegg, Retz, Waidhofen/Thaya, Weitra und Zwettl zur Kooperation NÖ.Stadtmauerstädte, die mit einem gemeinsamen Corporate Design (Folder, Homepage, Fahnen etc.) und Projekten für ein eindrucksvolles Auftreten zur Wertschätzung des kulturhistorischen Erbes der Stadtmauern sorgt.

„Wichtig für den Tourismus“

Am 17. September wurde dieses 20-jährige Jubiläum würdig auf Schloss Weitra gefeiert. Obfrau Susanne Satory begrüßte viele Festgäste wie Landesrat Ludwig Schleritzko, die Abgeordneten Martina Diesner-Wais, Lukas Brandweiner und Margit Göll oder Bürgermeister Patrick Layr.Auch viele Wegbegleiter, die sich im Laufe der 20 Jahre immer in die Arbeit und Projekte der Stadtmauerstädte NÖ eingebracht haben, kamen – es waren Vertreter aus allen elf Städten angereist, manche auch historisch gewandet.

Ein Imagefilm gab einen Einblick in die Arbeit und die Aktionen der 20 Jahren wie etwa Exkursionen, Fotowettbewerbe, Gewinnspiele, Schulbewerbe oder Aktionstage mit Führungen entlang der Stadtmauern. Moderiert wurde die Veranstaltung von Günther Bauer aus Eggenburg, für die passende musikalische Umrahmung sorgte die Mittelalter-Gruppe „Trollferd“.

In zwei Interviewrunden kamen Personen zu Wort, die in der Kooperation und deren Gestaltung mit- oder zusammengearbeitet bzw. diese unterstützt haben: „Pionier“ Altbürermeister Franz Krestan aus Drosendorf, Obfrau Stellvertreter Willi Beck aus Hainburg, Margit Fiby als ehemalige Betreuerin von NÖ Regional, Hubert Trauner von der NÖ Landesregierung mit dem Fachbereich Dorf- und Stadterneuerung, Ausbilder Franz Stürmer, Peter Grundmann (Audioguides), Maria Forster von der NÖ. Dorf- und Stadterneuerung und Andreas Schwarzinger von Waldviertel Tourismus. Schwarzinger: „Die Stadtmauerstädte sind in der Tourismusstrategie Kunst & Kultur ganz wichtige Komponenten, werden von den Gästen sehr geschätzt und bringen wichtige Wertschöpfung in die Region“. Landesrat Ludwig Schleritzko gratulierte im Namen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Andere haben die Mauern weggerissen, die Stadtmauerstädte NÖ haben in den 20 Jahren etwas Großartiges geschaffen. Das Land NÖ wird weiterhin unterstützen.“

Landesrat hatte Ehrenzeichen dabei

Landesrat Schleritzko nahm auch Ehrungen vor. Er übergab das Goldene Abzeichen und die Urkunde an Obfrau Susanne Satory. Die Auszeichnung für Ehrenobmann Franz Tades aus Drosendorf, krankheitsbedingt abwesend, übernahm in Vertretung Franz Krestan.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer aus den elf Städten bei Brötchen und Getränken noch untereinander austauschen. Als Abschluss führte der Nachtwächter zu Weitra, Ernest Zederbauer, die Gäste aus den anderen Stadtmauerstädten durch die Kuenringer- und Braustadt Weitra.