Verein „Tut gut“: Ein Herz für kranke Kinder. Mit Grillhühnern wurden 1.000 Euro für „Tut gut“ lukriert, 3.500 Euro kamen aus Echsenbach.

Von Karin Pollak. Erstellt am 02. Januar 2021 (06:38)

Das Jahr 2020 war auch für den von Stefanie Fürstenberg geleiteten Verein „Tut gut“ äußerst schwierig. Lediglich eine geringe Spendensumme kam coronabedingt zusammen, mit der schwerkranke Kinder und deren Familien unterstützt werden konnten (die NÖN berichtete). Umso größer war die Freude bei der engagierten Obfrau, als sie am 23. Dezember noch zwei namhafte Spenden erhalten hat.

Grillhendl gegen Spende

Schlossermeister Gerhard Kugler sowie Tischlermeister Markus Kreindl übergaben eine 1.000 Euro-Spende. Die beiden engagierten Unternehmer und Feuerwehrmitglieder aus Weitra haben im August eine private Grillhendl-Aktion gestartet. „Wegen Corona gab es ja keine Feuerwehrfeste und somit auch keine Grillhühner. Viele hatten aber Gusto darauf und so haben wir gegrillt“, berichten Kugler und Kreindl. 140 Portionen boten sie gegen eine freie Spende an, die Hendln waren rasch weg. Die dabei erhaltenen Spenden wurden jetzt auf 1.000 Euro aufgerundet und an den Verein „Tut gut“ übergeben.

Statt Spendenbox Aufruf auf Facebook

Wenig später gab es dann noch eine Überraschung für die Tut-gut-Obfrau: Gerald „Geri“ Grahofer aus Echsenbach übergab Stefanie Fürstenberg 3.500 Euro. Der Fitnesstrainer und seit kurzem auch Student der Sportwissenschaften ist ein begeisterter Musiker: „Ich habe vor drei Jahren begonnen, eine Spendenbox bei meinen Konzerten aufzustellen. Dieses Geld habe ich immer an Tut-Gut gespendet. Heuer gab es aber keine Konzerte und somit habe ich eine Facebook-Aktion gestartet.“

14.000 Euro sind es geworden

Er wollte eine Spendensumme von 2.000 Euro zusammenbekommen „Dieser Aufruf wurde aber 250 Mal geteilt und über 10.000 Mal angesehen“, betont der 31-Jährige. Innerhalb von zehn Tagen wären aus den 850 Euro, die er bei heurigen Konzerten erspielt hat, 14.000 Euro zusammengekommen. Dieses Geld hat er nun an vier Adressen abgeliefert. In Weitra erfolgte die Übergabe von 3.500 Euro an Stefanie Fürstenberg für den Verein „Tut gut“. In Watzmanns besuchte er seinen Fußballer-Freund Mario Berger, der das Geld für Therapien verwenden wird, die er nach seinem Wach-Koma braucht.

Für Nora Aigner aus Martinsberg gab es ebenfalls 3.500 Euro. „Seit 2015 leidet die junge Sängerin am ‚Eagle-Syndrom‘, seither versagt ihr die Stimme und sie hat starke Schmerzen“, berichtet Grahofer. Den vierten Teil erhielten Daniela Redl und ihre beiden Kinder aus Großgöttfritz. Ihr Gatte Benjamin starb bei einem Arbeitsunfall (die NÖN berichtete).