Tierkadaver entdeckt: Rätsel um gerissenes Reh. Jäger Josef Sautner fand Rehbock in einem Feld bei Langegg. Übeltäter könnte ein Wolf, aber auch ein großer, freilaufender Haushund gewesen sein.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 28. Februar 2018 (05:00)
Josef Sautner fand den Kadaver eines Rehbocks auf einem Feld in Langegg. War für den Tod des Tiers ein Wolf verantwortlich? Dieser Frage wird seitens der Jägerschaft jetzt nachgegangen.
Karl Tröstl

Ein gerissener Rehbock und dazu eine Frage, die die Jägerschaft in Langegg und die Bevölkerung im Schremser Gemeindegebiet beschäftigt: War es ein wildernder Hund oder ein Wolf?

Fakt ist, dass der Jäger Josef Sautner, als er am 20. Februar mit dem Traktor von seinem Damhirschgehege nach Hause fuhr, einen Tierkadaver in einem Feld entdeckte. Unzählige Krähen bewegten sich um das tote Tier. Die Spuren deuteten, so Sautner, eindeutig auf einen gerissenen Rehbock hin, was auf den ersten Blick gar nicht mehr so leicht zuordenbar war: Von dem Tier waren alle Körperteile und sogar die Rippen total abgebissen und weggebracht worden.

Große Tatzenabdrücke im Schnee entdeckt

Es lag lediglich das Rückgrat mit Kopf noch an der Todesstelle, wobei sogar das noch im Bast befindliche Geweih abgefressen war. Aufgrund der relativ großen Tatzenabdrücke im frischen Schnee und der großen Schrittabstände wurde sofort vermutet, dass es sich um einen Wolf handeln könnte.

Bezirksjägermeister Ernst Strasser bestätigt zwar die Anwesenheit von Wölfen im Bezirk, über die auch die NÖN schon mehrfach berichtet hatte, er könne sich aber nicht vorstellen, dass diese auch schon in Langegg seien – dazu müsste eine genaue Untersuchung gemacht werden.

Die örtlich zuständige Jagdpächterin Birgit Trojan gibt gegenüber der NÖN an, dass gelegentlich auch große Haushunde frei herumlaufen würden und man nicht ausschließen könne, dass diese unbeaufsichtigten Tiere die Übeltäter waren.

DNA-Untersuchung soll Klarheit schaffen

Laut Aussage des für Luchse und Wölfe im Bezirk zuständigen Jägers Josef Pruckner wurde inzwischen eine DNA-Untersuchung veranlasst, um sicherzustellen, ob es sich bei dem Raubtier um einen Wolf oder ein anderes Tier handelt. Pruckner ersucht alle Personen, die solch einen Fund machen, unverzüglich die Jägerschaft zu verständigen. Pruckner selbst ist unter Tel. 0664/1451937 erreichbar.