Gmünder Parks werden aufgewertet. Attraktivierung des Schlossparks schreitet durch neue Beleuchtung und neuen Springbrunnen voran. Flüchtlingspark soll als Gedenkort nur dezent aufgewertet werden.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. Juni 2019 (06:34)
Foto: Harald Winkler
Großes Interesse für die Konzept-Präsentation zur sanften Umgestaltung des Flüchtlingsparks.

Es tut sich was in den Gmünder Parks: Im Zuge des Revitalisierungs-Projektes erhält der Schlosspark in den nächsten Tagen einen Springbrunnen, ab Herbst soll zudem ein Entwicklungskonzept für den 15.500 m² großen Flüchtlingspark in der Neustadt umgesetzt werden.

Letzteres arbeiteten Stadtgemeinde und Landschaftsplaner Franz Grossauer unter Bürgerbeteiligung aus, es wurde bei der Präsentation vorige Woche sehr positiv aufgenommen. Oberstes Ziel sei eine sanfte, pietätvolle Attraktivierung des Gedenkortes an über 30.000 während des Ersten Weltkrieges im Flüchtlingslager verstorbene Menschen, betont VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer. Der Erholungswert solle im Vordergrund stehen.

Die 375 m Weg sollen saniert und um einen – um den Hauptweg geschwungenen – Weg erweitert werden. Geplant ist neben Infotafeln auch eine sukzessive Erneuerung des teils ans Lebensende gekommenen Baumbestandes (20 Arten) um heimische Bäume, einige wurden bei der Baufeldfreimachung zum „Healthacross Gesundheitszentrum“ bereits aus der Bleyleben hierher überstellt. Das Problem der nicht durchgängigen Beleuchtung soll behoben werden, zugleich ist ein blühender neuer Grüngürtel als freundlicher Abschluss in Richtung der B41 vorgesehen. In Birkenform sollen Staudenbeete, Sitz- und andere Nutzflächen angelegt werden, das große Flüchtlingsdenkmal erhält einen festen Untergrund.

Ein häufiges Problem wird indes auch die beste Planung nicht beheben können – Hundekot, der nicht entsorgt wird.

Neue Beleuchtung auch für die ganze Innenstadt

Der plagt auch Besucher des Schlossparks. Doch die Umsetzung des dortigen Konzeptes, das langfristig selbst ein Café als rückseitiger Anbau ans Palmenhaus zur Debatte stellt, schreitet voran. Etwa in Sachen Ausholzung geschah einiges. Dass der Schlossteich derzeit leer ist, kündigt den nächsten Schritt an: Er soll, sobald er einigermaßen ausgetrocknet ist, ausgebaggert und mit einem Springbrunnen ausgestattet werden. Rosenmayer sieht ihn als Anreiz für Besucher und „biologisches Mittel zur Bekämpfung von Gelsenplagen“ – ruhende Gewässer ziehen Gelsen eher an als bewegte. Aus Rücksicht auf die Schlossbewohner soll der Springbrunnen nachts abgeschaltet werden.

M. Lohninger
Der Schlossteich wird bald mit Leben gefüllt.

Auch die Beleuchtung durch zu wenige, aber zu helle Lampen soll bald verbessert sein: Das EVN-Konzept für die Altstadt, das laut VP-Stadtrat Martin Preis demnächst den gesamten Bereich zwischen Bruckmühle, Kirchengasse und Stadtplatz in gleichmäßigeres Licht hüllen soll, sieht auch die gleichmäßigere Ausleuchtung des Wegenetzes im Park vor. – In der Stadt selbst müssen, so Preis, die durch Streusalz arg angegriffenen, aber charmanten alten Masten durch verzinkte, eher schlichte Masten ersetzt werden.