Schremser Feier strahlte auch auf Linzer Hochzeit aus. Der Schremser Hochzeits-Cluster könnte auch in Linz eine Fallhäufung ausgelöst haben: Nach einer Hochzeitsfeier am Samstag im Palais Kaufmännischer Verein wurde eine Person positiv getestet. Dieser Infizierte war laut Krisenstab des Landes Oberösterreich auch in Schrems dabei.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 24. September 2020 (15:19)
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Bei der Linzer Feier waren laut Behörden 120 Personen anwesend. Die Gästeliste des - ebenfalls türkischstämmigen - Brautpaares liege nur handgeschrieben und unvollständig vor, teils gebe es Überschneidungen mit der Schremser Hochzeitsgesellschaft. Das Kontaktpersonenmanagement der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Freistadt laufe. Aber man habe bisher nicht alle Gäste ermitteln können. Deshalb erging am Donnerstag ein öffentlicher Aufruf an alle, die bei der Feier zugegen waren, ihren Gesundheitszustand zu überwachen.

Laut Krisenstab waren gemäß der am Tag der Hochzeit geltenden Rechtslage nicht mehr als 50 Personen bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne zugewiesene Sitzplätze erlaubt. Darunter seien allerdings fixe Plätze zu verstehen, die man - wie etwa im Theater - die ganze Veranstaltung über nicht verlasse, erläuterte der Krisenstab. Das sei auf einer Hochzeit nicht realistisch, selbst wenn es an den Tischen Namenskärtchen gebe.

Im Cluster rund um die türkische Hochzeit in Schrems (Bezirk Gmünd) hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten am Donnerstag auf 27 erhöht. Möglicherweise bestehen auch Verbindungen zu einer Verlobungsfeier, die eine Woche später ebenfalls in Schrems über die Bühne ging. Mehr dazu hier: