Gebühren in St. Peter/Au angehoben. Das Land Niederösterreich hat die Gemeinde St. Peter/Au aufgefordert, verschiedene Tarife, die schon zehn Jahre unverändert waren, an die Inflation anzupassen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 01. Januar 2021 (04:04)
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Neben dem Voranschlag für das Jahr 2021 und dem Nachtragsvoranschlag für 2020 beschloss der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung im Jahr auch noch einige Gebührenerhöhungen. „Das war notwendig, weil das Land schon 2019 im Zuge einer Haushaltsprüfung festgestellt hat, dass manche Tarife seit vielen Jahren nicht mehr angepasst wurden und daher Handlungsbedarf besteht“, berichtet Bürgermeister Johannes Heuras.

Der Prüfungs- und Finanzausschuss war beauftragt, sich mit dem Thema zu befassen und so brachte dessen Obmann, Jürgen Haunschmid von der FPÖ, in der Sitzung einen entsprechenden Antrag ein.

Angehoben wurde der Einheitssatz für die Aufschließungsabgabe auf 520 Euro, wie in den meisten anderen Gemeinden im Bezirk bereits vor einigen Jahren geschehen. In St. Peter war er seit 2010 auf 450 Euro eingefroren.

Auch Eintritt ins Freibad wird geringfügig teurer

Ebenfalls unverändert seit dem Jahr 2010 war die Abgabe für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial. Da beschloss der Gemeinderat nun eine Erhöhung von 65 auf 100 Euro pro Jahr. Der Tarif für Nutzhunde bleibt gleich.

Die Marktstandsgebühren für Marktfahrer beim Kirtag in St. Peter wurde von vier auf fünf Euro pro Laufmeter angehoben und die Tagsatzung für die Benützung der Aufbahrungshallen von 33 auf 50 Euro. Die letzte Erhöhung gab es hier ebenfalls im Jahr 2010.

Schließlich wurde auch noch der Eintritt ins Freibad, der auch seit einem Jahrzehnt eingefroren und laut Land im Vergleich mit anderen Preisen sehr niedrig war, angehoben: Die ermäßigte Tageskarte kostet statt 1,50 Euro künftig daher 1,80 Euro.

Der Antrag auf die Gebührenherhöhung wurde mehrstimmig angenommen. Dabei kam es im Gemeinderat zu der etwas paradoxen Situation, dass die beiden anderen FPÖ-Mitglieder gegen jene Anträge stimmten, die ihr Parteikollege als Ausschussobmann einbrachte.

„Das ist schon eine besondere Ironie“, meinte dazu VP-Fraktionsobmann Hermann Stockinger. „Wir haben dem Antrag zugestimmt, weil wir meinen, dass Obmann Jürgen Haunschmid und sein Ausschuss einen wohlüberlegten Vorschlag erarbeitet haben.“ Insgesamt seien alle Erhöhungen (mit Ausnahme jener für die Kampfhunde) geringer ausgefallen, als es der Inflationsrate entsprochen hätte.