Erneute Ennsdorfer Forderung nach Lkw-Fahrverbot. Gemeinden Ennsdorf und Enns möchten Lkw aus dem Ortsgebiet verbannen.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 11. Februar 2021 (05:47)
Seit zehn Jahren kämpft man in Ennsdorf für ein Lkw-Durchfahrtsverbot im Ortsgebiet.
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Seit mittlerweile zehn Jahren fordert man seitens der Gemeinde ein Lkw-Durchfahrtsverbot auf der Westbahnstraße (B123) durch das Ortsgebiet von Ennsdorf.

Neue Verkehrszähldaten zeigen nun, dass viele Lkw-Fahrer durch Enns und Ennsdorf in Richtung Autobahn und Steyr fahren, weil sie sich so zehn Minuten Fahrzeit ersparen. Über 500 Lkw-Fahrten wurden im Zeitraum zwischen 6 und 18 Uhr registriert, wobei ein Großteil der Fahrzeuge andere Straßen benutzen könnte. „Es werden dadurch Anrainer in den Ortsgebieten belastet, obwohl es eine Umfahrung gäbe,“ erklärt Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr.

In zahlreichen Verhandlungsterminen mit Sachverständigen und Interessensvertretungen stieß man immer auf das selbe Problem: Kreuzungen im höherrangigen Straßennetz müssen ausgebaut werden, um als Alternativroute in Betracht zu kommen.

Gefordert sind hier die Länder, denn dafür braucht es auf oberösterreichischer Seite unter anderem den Ausbau des Knotens „B1 Umfahrung-Kristeiner Straße“ zum Autobahnanschluss Enns-West und zur B309 Richtung Steyr.

„Das Land Oberösterreich müsste investieren, damit wir ein Lkw-Durchfahrtsverbot bekommen können“, schildert Lachmayr die Problematik. Die Gemeinde Ennsdorf hat nun jedenfalls neuerlich einen Antrag bei der zuständigen Stelle des Landes NÖ zur Verordnung des Fahrverbotes gestellt.