Bezirk Amstetten: Corona-Zahlen deutlich gesunken. Der Bezirk Amstetten liegt bei der sieben-Tage-Inzidenz deutlich unter 400. Am Montag sank dieser Wert auf 234,3. In Spitälern ist die Lage aber weiter angespannt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. April 2021 (05:08)
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Die Entwicklung der Corona-Zahlen im Bezirk Amstetten gibt Anlass zur Hoffnung. Die 7-Tage-Inzidenz ist am Montag auf 234,3 gesunken. Spitzenreiter ist in dieser Statistik im Land derzeit Waidhofen an der Ybbs mit 311,9 gefolgt vom Bezirk Scheibbs mit 297 und dem Bezirk Melk mit 254,5. Der Bezirk Amstetten rangiert an vierter Stelle, aber die Tendenz zeigt eindeutig nach unten.

„Die Reproduktionszahl liegt im Bezirk derzeit bei 0,94, es werden also mehr Menschen gesund, als sich neu infizieren“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. Am Montag waren 531 Personen Covid-19-positiv und 1.070 in Absonderung. Cluster gibt es derzeit keine. „Wenn das Virus aber in einer Familie drinnen ist, dann bekommen es wirklich alle Angehörigen. Die britische Mutation ist eben deutlich ansteckender“, berichtet die Behördenleiterin. Sie appelliert an alle Betroffenen, der Behörde wirklich lückenlos alle Kontaktpersonen bekannt zu geben.

Nur auf diese Weise lasse sich die Ausbreitung des Virus eindämmen. „K2-Kontaktpersonen sollten eigentlich nicht krank werden. Werden sie es doch, müssen wir annehmen, dass der Kontakt intensiver war, als angegeben wurde. Da hat sich das Virus aber dann schon wieder weiterverbreitet“, sagt Gerersdorfer. Sie hofft, dass der Lockdown sich positiv auf die Zahlen auswirkt und die Inzidenz deutlich unter 400 bleibt. „Ausreisetests wie im Bezirk Scheibbs will sicher niemand. Denn damit diese wieder beendet werden, muss die Inzidenz zehn Tage unter 200 liegen und das kann Wochen dauern“, warnt Gerersdorfer. Mit der Testmoral der Bevölkerung ist die Bezirkshauptfrau zufrieden.

Viele Patienten auf den Intensivstationen

In den Krankenhäusern der Region ist die Lage nach wie vor angespannt. Im Landesklinikum Amstetten werden derzeit 20 Corona-Patienten betreut, davon elf intensivmedizinisch. Das Landesklinikum in Waidhofen meldet 16 Fälle, davon befinden sich vier auf der Intensivstation. Drei Menschen sind in der Vorwoche im Bezirk mit Corona gestorben. Zehn Mitarbeiter der Landeskliniken sind derzeit infiziert.

Unter Kontrolle ist nach wie vor die Lage in den Pflege- und Betreuungszentren im Bezirk. Das PBZ Amstetten meldet einen infizierten Bewohner. In den PBZs Wallsee und Waidhofen wurde je ein Mitarbeiter positiv getestet, das PBZ St. Peter meldet zwei infizierte Mitarbeiter.