Das FF-Haus wird gebaut. Gemeinderat in Aschbach brachte Infrastrukturprojekte auf Schiene: Kanalbau im oberen Markt und Aufschließung des Ragerfelds. Grund für Feuerwehrhaus wird angekauft.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. Mai 2020 (04:59)
Mit gebührendem Abstand tagte in der Vorwoche der Aschbacher Gemeinderat in der Turnhalle und fasste wichtige Beschlüsse.
Gemeinde

In der Vorwoche tagte der Gemeinderat, denn es galt nach der Coronapause wichtige Beschlüsse zu fassen. „Unter anderem haben wir den Rechnungsabschluss für 2019 genehmigt. Wir haben da im ordentlichen Haushalt einen Überschuss von 2,5 Millionen Euro. Das bringt uns liquiditätsmäßig natürlich nach vorne und ist ein wichtiger Polster für die kommenden Monate“, sagte Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Für ihn steht außer Frage, dass die Auswirkungen der Coronakrise auch die Gemeinde treffen werden. Die Einbußen bei der Kommunalsteuer dürften in Aschbach allerdings gar nicht so hoch ausfallen, da es bei der Berglandmilch ja keine Kurzarbeit gab. „Auch die Baufirma Pabst hat schnell wieder Fahrt aufgenommen und aus Gesprächen weiß ich, dass viele unserer mittelständischen Unternehmen relativ gut durch die Krise gekommen sind. Es gibt aber natürlich auch welche, die hart getroffen wurden“, sagt der Ortschef. Einbußen muss die Gemeinde vor allem bei den Ertragsanteilen von Bund und Land befürchten. Zahlen gibt es noch keine, die Rede ist aber von 20 bis 30 Prozent. „Wir hoffen natürlich, dass es nicht so viel wird, weil die Gemeinden gerade jetzt ja auch ein wichtiger Wirtschaftsmotor sind“, betont Schlöglhofer.

In Aschbach wurden bei der Gemeinderatsitzung auch gleich Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht: Die Kanalsanierung im oberen Markt und die Aufschließung des Siedlungsgebietes „Am Ragerfeld“, wo dann 20 Parzellen zum Verkauf stehen werden. Etwa zehn Interessenten gibt es schon.

Einen Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat in Sachen Feuerwehrhaus gefasst. „Es ist nun definitiv, dass es gebaut wird und wir haben auch gleich den Ankauf des Grundstücks an der Umfahrung in der Nähe der Baufirma Pabst beschlossen und eine Grobplanung vergeben“, berichtet der Bürgermeister. Schlöglhofer geht davon aus, dass die Gemeinde in etwa die Hälfte der Kosten übernehmen muss, den Rest sollen die Florianis und das Land beisteuern. Baubeginn ist frühestens 2021. Der Ortschef betont, dass man natürlich die beiden anderen Feuerwehren der Gemeinde, Krenstetten und Aukental, genau so unterstützen werde, sollte einmal Bedarf bestehen.

Vergeben hat der Gemeinderat zudem die Grobplanung für die Turnhallensanierung und -erweiterung. „Auch dieses Projekt hängt aber natürlich davon ab, wie sich unsere Finanzen entwickeln“, sagt Schlöglhofer. Er hebt das gute Klima bei der ersten Arbeitssitzung des Gemeinderats nach der Wahl hervor. Alle Beschlüsse seien einstimmig gefasst worden.