Grundsatzbeschluss für Energiegemeinschaft in Behamberg

Erstellt am 27. September 2022 | 06:09
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Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
Symbolbild
Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev
Die Gemeinde Behamberg tritt nicht der Energiegemeinschaft Region Amstetten (EEG) bei, sondern geht einen eigenen Weg.
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Eigene Wege geht die Gemeinde Behamberg in puncto Energiegemeinschaft. Das hat der Gemeinderat in der Vorwoche beschlossen. „Für die gemeindeeigenen Betriebe soll eine Energiegemeinschaft gegründet werden. Damit wollen wir zu einer regionalen Energieversorgung beitragen, Energiekosten sparen und erneuerbare Energie forcieren“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh. Als Beispiel dient dafür Lilienfeld.

Bisher verfügt man auf den gemeindeeigenen Gebäuden nur über eine Photovoltaikanlage auf der Volksschule. Weitere sollen nun folgen. „Jetzt wird das Potenzial erhoben, dann folgen die Formalitäten. Die PV-Anlagen sollen dann im Frühjahr in Betrieb gehen“, umreißt der Ortschef den weiteren Zeitplan. Mögliche Standorte für die PV-Anlagen sind die Kindergärten, der Bauhof und Feuerwehrhäuser. Gedacht ist der damit gewonnene Strom vor allem für die Wasserversorgung.

Läuft die Energiegemeinschaft für die Betriebe gut, ist für Stegh auch vorstellbar, dass man sie auf Private ausweitet. Auch ein späterer Beitritt zur EEG ist nicht ausgeschlossen. „Wir wollen klein beginnen und den vorsichtigen Weg gehen. Es kann immer noch sein, dass man sich im GDA einbringt“, stellt der Bürgermeister klar.

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Bürgermeister Karl Josef Stegh.
Foto: ÖVP

Adaptiert hat der Gemeinderat auch die Umweltförderungen. Hier konzentriert man sich nun auf drei Förderungen, die auch die Ziele der Gemeinde treffen. Dies betrifft die bereits bestehende Förderung von Zisternen bis maximal 1.200 Euro ebenso wie den Anschluss an die Fernwärme Behamberg. „Wer anschließt, wird künftig besser gefördert“, informiert Stegh, dass die Förderung von 350 auf 750 Euro erhöht wurde. Gefördert wird auch die Anschaffung von Photovoltaikanlagen, wofür es auch eine Bundesförderung gibt. Die Gemeinde gewährt zusätzlich bis maximal 1.000 Euro.

Diese drei Förderungen werden erhöht, andere, wie die Förderung für Wärmedämmung wird es nicht mehr geben, weil es hier ohnehin eine Unterstützung des Landes gibt.

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