Haidershofen

Erstellt am 31. Oktober 2018, 05:51

von Sabine Hummer

Höhere Wassergebühren in Haidershofen. Die Erweiterung der Wasser- und Abwasserversorgung macht die Anhebung der Gebühren notwendig. Wasserpreis steigt auf 1,50 Euro pro Kubikmeter.

Ortschef Manfred Schimpl dankte dem Gemeinderat für das einstimmige Votum.  |  privat

Erfreuliche Entwicklungen auf der Einnahmenseite schlagen sich im zweiten Nachtragsvoranschlag des Jahres in der Gemeinde Haidershofen nieder. 125.000 Euro an zusätzlichen Einnahmen bei den Ertragsanteilen konnten verbucht werden, außerdem mussten aufgrund der beruhigten Flüchtlingssituation rund 60.000 Euro weniger an NÖKAS-Abgaben geleistet werden.

„Durch diese Entwicklungen ist kein Darlehen beim Straßenbau nötig“, informierte Bürgermeister Manfred Schimpl letzten Dienstag den versammelten Gemeinderat. 100.000 Euro wurden an zusätzlichen Mitteln für den Straßenbau im Nachtragsvoranschlag bereitgestellt. Auch der Ankauf des Grundstücks für den geplanten Neubau des Sportplatzes (150.000 Euro) soll aus dem laufenden Budget gedeckt werden. 25.000 Euro will die Gemeinde für die anstehende Innensanierung der Pfarrkirche Haidershofen zuschießen.

Wasserversorgung nicht mehr kostendeckend

Anders sieht die Situation im Bereich Wasserversorgung und Kanal aus. „Wir haben alleine 175.000 Euro mehr an Ausgaben, da wir im Zuge der neuen Ortsdurchfahrt die Wasserleitung erneuern mussten und eine Ringleitung errichtet haben. 40.000 Euro wurden in den Kanal investiert“, berichtete Schimpl.

Zwei Darlehen – 250.000 Euro für die die Erweiterung der WVA und 100.000 Euro für den Kanal – wurden im Zuge der Sitzung an die Raika Haidershofen vergeben. „Die Darlehensrückzahlung von rund 18.000 Euro pro Jahr kann nicht mehr aus dem laufenden Betrieb getilgt werden, was aber Gesetz ist. Außerdem rollt gerade in der Wasserversorgung in den nächsten Jahren eine Lawine auf uns zu. Immer mehr Hausbrunnen schnappen auf, da sind wir gefordert“, appellierte Schimpl an den Gemeinderat, die Wassergebühren zu erhöhen. „Wir haben keine Wahl, da wir mit den derzeitigen Gebühren von 1,30 Euro nicht mehr kostendeckend sind“, betonte der Ortschef.

Mit einstimmigem Votum beschloss der Gemeinderat die Anhebung der Wasserbezugsgebühren auf 1,50 Euro (Brutto) pro Kubikmeter.