Behamberger hat einen „fabelhafter“ Garten. Karl Grübl hat sich in seinem Garten einen eigenen Fabelpark errichtet. Pegasus ist das neunte und neueste Objekte, Ideen für weitere Fabeltiere gibt es auch schon.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 16. Oktober 2020 (05:12)

Gemalt hat Karl Grübl schon in Kindertagen gerne. „Ich habe sogar einmal eine Zeichnung für die Kasperlpost eingesandt“, erinnert sich der Behamberger, dass ihn seine kreative Ader ständig begleitet und geprägt habe. „Farben, Bilder und auch Fabelwesen haben immer eine Faszination auf mich ausgeübt“, betont er. Das spiegelt sich heute in seinem Haus und seinem Garten wider, denn Malerei und das Gestalten von Fabeltieren ist mittlerweile zur großen Leidenschaft des pensionierten Berufsschullehrers geworden.

1984 begann Grübl als Autodidakt mit der Aquarellmalerei, 1992 dann mit Acryl- und Öl-Malerei. „Ab da waren Kunst und Kreativität aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken“, lacht er. Urlaube, bei denen Karl Grübl den Park Güell von Antoni Gaudi in Barcelona oder Andre Hellers Garten in Gardone Riviera am Gardasee besuchte, waren dann der Auslöser für sein ausgefallenstes Hobby.

Aus einem Hirngespinst wurde Realität

„Zuerst war es eine Art Hirngespinst, aber im Laufe der Zeit wurden die Ideen konkreter, mir einen eigenen Fabelpark zu errichten. Warum soll ich hunderte Kilometer weit fahren, wenn ich selbst die Liebe und die Möglichkeit habe, einen eigenen Park zu gestalten“, sagte sich der Hobbykünstler, der das Kind im Manne wiederentdeckt hatte.

Die Figuren selbst sind gekauft, Grübl gibt den Tieren jedoch andere Farben, verleiht ihnen andere Gesichter und mitunter sogar Flügel. Die letzte Errungenschaft, die sich zu Einhorn, Löwe, Tiger und Esel gesellte, ist ein Richtung Behamberg blickender Pegasus mit blau-weißen Flügeln. „Ursprünglich sollte Pegasus das letzte Tier sein, aber ich habe schon wieder neue Ideen“, verrät Grübl, dass nach neun Objekten doch noch nicht Schluss ist. So soll der bereits im Garten stehende Esel noch eine Tragetasche mit Blumen bekommen und eine Kuh gekauft werden, die Grübl wie einen Leoparden anmalen wird. „Das ist halt mein Spleen. Andere kaufen sich ein Auto, ich kaufe mir ein bis zwei Tiere pro Jahr“, scherzt Grübl, der sich auch über Besucher freut.

„Gerade jetzt in der Zeit der Pandemie sollen meine Fabelwesen ein Lichtblick sein und den Humor und die positive Einstellung zum Leben hervorrufen.“ Der Fabelpark (Heuberg 8, Behamberg), der nicht eingezäunt ist, kann jederzeit ohne Voranmeldung besichtigt werden. „Die Tiere können gerne fotografiert werden, Kinder dürfen sich auf draufsetzen“, erklärt Grübl.