Zeitgenössische Kunst aus Haag im Parlament. Im Parlamentspavillon präsentiert der Haager Künstler Martin Veigl zwei Bilderserien, die den Augenblick thematisieren.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 19. Oktober 2020 (06:30)
Leopold Kogler, Kurator Parlament, Künstler Martin Veigl und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (von links) bei der Präsentation von Veigls Werken im Parlament.
Parlamentsdirektion/Thomas Topf

Zum zweiten Mal zeigt das Parlament im Pavillon Hof und in der Hofburg ausgewählte Kunstwerke zeitgenössischer österreichischer Kunst. Vom Kunstkurator des Parlaments, Leopold Kogler, wurden acht Positionen ausgewählt. Darunter auch Martin Veigl, der in Stadt Haag lebt und arbeitet.

Gerade die neuen Werkzyklen von Martin Veigl erfüllen das ins Blickfeld gerückte Motto. Kreativität und Kunst sollen in diesen Präsentationen in den Kontext von Parlament und Demokratie gestellt werden. Künstlerische Arbeiten, die oftmals gesellschaftliche Entwicklungen antizipieren oder dazu Stellung nehmen, erweitern den geistigen Horizont und ermöglichen andersgeartete Reflexionen. Dieses inhaltliche Programm trifft auf die Werke von Martin Veigl zu. Er bringt oftmals alltägliche Momente zur Ruhe, hält sie durch seine Malerei fest und lädt zur kritischen Auseinandersetzung ein.

Gerade in der multimedial geprägten Zeit, in der Hektik und Stress herrschen, wo die Menschen täglich tausende Bilder konsumieren, die morgen schon wieder ausgelöscht sind, sind die Werke von Martin Veigl nicht nur eine Augenweide, sondern auch Kristallisationspunkt. Sie regen förmlich zum Nachdenken an. So passen die Werkzyklen „Overflow“ und „Potpourri“ hervorragend ins Parlament. „In der Kunst geht es wie im Parlament auch um Diskurs und um die kreative Auseinandersetzung mit oft sehr kontroversiellen Themen“, wie es Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung der Präsentation formulierte.