BBC zeigt Interesse an Funden am Lehberg. Um die Welt /  Alexander Binsteiner identifizierte Teilhandabdruck eines Homo Erectus auf einem Faustkeil. Das schlägt nun hohe Wellen.

Von Daniela Führer. Erstellt am 14. Januar 2014 (23:59)
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Diesen Stein benutzte laut Geoarchäologe Alexander Binsteiner der ausgestorbene Homo Erectus.
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Von Daniela Schlemmer

HAIDERSHOFEN / Jetzt ist es amtlich. Der Lehberg ist eine der Top 10 Forschungsstätten der Welt. Das sieht zumindest die größte Archäologie-Plattform Großbritanniens, www.pasthorizons.com , so. Sie listete das Forschungsprojekt in Haidershofen im Jahr 2013 auf Rang 10 der besten Stories.

Um Weihnachten wurde Alexander Binsteiners jüngste Entdeckung, ein Hammerstein, der den Handabdruck eines 500.000 Jahre alten Homo Erectus zeigt, auch international zum Renner.

Nachdem Binsteiners Erkenntnisse in englische Sprache übersetzt wurden, berichteten im Dezember und Jänner viele Online-Archäologieplattformen von den aufregenden Funden am Haidershofner Lehberg. Darunter auch eine der renommiertesten der Welt, jene des Archäologischen Instituts der Vereinigten Staaten.

Auch das mediale Interesse sei hoch, erzählt Geoarchäologe Alexander Binsteiner: „Ich bekomme dieser Tage viele Anfragen. Heute hat mich etwa ein Journalist aus Dänemark angeschrieben und um Informationen gebeten und über Weihnachten rief mich ein renommierter Autor der BBC an. Wir haben uns lang unterhalten und er war sehr begeistert vom Lehberg“, erzählt er.

Ob die BBC tatsächlich Ernst macht und von den Funden berichtet, kann der erfahrene Geoarchäologe jedoch nicht einschätzen.

„Man muss hier am Lehberg weitermachen"

Wie und ob es mit den Untersuchungen am Lehberg weitergeht, kann Binsteiner auch noch nicht sagen. Es würde jedoch nicht am Willen, sondern lediglich am Geld scheitern. „Der Landesarchäologe will helfen, allerdings gab es im Budget drastische Sparmaßnahmen, denen solche Sonderforschungen wie hier am Lehberg zum Opfer fallen könnten“, schätzt er ein.

Ginge es nach Alexander Binsteiner, sollte am Lehberg noch viele Jahre weiter geforscht werden. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Das ist hier eine so einzigartige und tolle Fundstelle, da muss man weitermachen.“ Er ist sich sicher, die Forschungen am Lehberg könnten Jahrzehnte andauern.

Er hofft insbesondere darauf, nach Werkzeugen und Abdrücken des Homo Erectus tatsächlich auch versteinerte Knochenreste dieser ausgestorbenen Menschenart zu finden.