Appell an Besitzer von Bauland in St. Peter in der Au. Um junge Leute im Ort zu halten, braucht St. Peter dringend freie Parzellen für Häuslbauer.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 21. März 2021 (04:19)
Bürgermeister Johannes Heuras hat einen Brief an 100 Besitzer von Baulandreserven geschrieben und will sie damit motivieren, ihre Gründe an junge Bauwerber aus der Gemeinde zu verkaufen.
 
Gemeinde

Bauland ist in St. Peter sehr gefragt, allerdings Mangelware. „Auf der einen Seite begrenzt uns die Url auf der anderen Seite das Burgholz. Richtung Ertl haben wir die Siedlungsfläche auch schon weitgehend ausgereizt. Ein Areal in Ortsnähe, das potenzielles Bauland wäre, ist nicht verfügbar, weil die Besitzer nicht an Verkauf denken“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras.

Dem Ortschef geht es aber ohnehin nicht darum, neue Siedler in Scharen nach St. Peter zu locken, er will vor allem die jungen Leute im Ort halten. „Es tut mir weh, wenn ich eine Anfrage bekomme, nur sagen kann, dass es keine freien Parzellen gibt und dann zuschauen muss, wie sich ein junges Paar in einem Nachbarort ansiedelt.“
Dabei gäbe es auch ohne die Erschließung neuer Flächen, noch ausreichend freie Parzellen – in bereits bestehenden Siedlungen. „Da kommt es oft vor, dass acht Grundstücke bebaut sind und das neunte ist leer. Das hat vor 50 Jahren jemand erworben und da kein Bauzwang darauf liegt, wurde es eben nicht verwertet“, sagt Heuras.

Der Ortschef hofft, dass die Gemeinde zumindest einen Teil dieser Flächen einer Bebauung zuführen kann. „Daher habe ich jetzt 100 Grundbesitzern, die über ungenutzte Grundstücke verfügen, einen Brief geschrieben, in dem ich unsere Probleme beschreibe und sie bitte, im Interesse der Gemeinde und von jungen Leuten, die sich bei uns etwas schaffen wollen, doch einen Verkauf ihrer Parzelle zu überlegen“, sagt Heuras. Er verstehe zwar, dass zurzeit niemand Geld auf der Bank horten wolle, es sei ja aber möglich, dass Personen, die den Grund für Kinder oder die Enkeln aufheben wollten, ihn nun doch nicht mehr brauchen.

Vor ein paar Jahren hat Heuras übrigens schon einmal so einen Brief geschrieben und dadurch hat sich die Zahl solcher Baulandlücken verringert: „Wir müssen einfach dran bleiben und versuchen, Verständnis und Bewusstsein zu schaffen.“