Der Amtshaus-Umbau wird gefeiert. Das umgebaute Amtshaus wird im Rahmen des Dorffests offiziell eröffnet.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 09. Mai 2019 (03:55)
Gemeinde
Bürgermeister Karl Josef Stegh (links) und Amtsleiter Harald Schwödiauer freuen sich über die neue digitale Amtstafel im Foyer des Gemeindeamtes.

Wer das Behamberger Gemeindeamt betritt, dem springen nicht nur die hellen umgebauten Räumlichkeiten sofort ins Auge, sondern seit der Vorwoche vor allem die neue digitale Amtstafel im Foyer. „Wenn wir das Gemeindeamt auf den neuesten Stand bringen, dann brauchen wir auch eine digitale Amtstafel“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh, warum man hier in eine Vorreiterrolle schlüpfte. „Ich kenne keine Gemeinde in der Gegend, in der es so etwas gibt“, ergänzt der Ortschef nicht ohne Stolz.

Zettelwirtschaft hat nun ausgedient

Insgesamt 10.000 Euro steckte man in das neuartige System, das komplett dem Erscheinungsbild der Gemeinde-Homepage entspricht. „Wenn auf der Homepage etwas geändert wird, dann ändert sich das auf der Amstafel automatisch mit“, verrät Stegh. Die Bürger erfahren hier Neuigkeiten aus der Gemeinde, erhalten Infos über laufende Veranstaltungen und können amtliche Kundmachungen einsehen. „Im Zeitalter der Digitalisierung picken wir sicher keine Zettel mehr auf. Die Zettelwirtschaft hat bei uns ein Ende“, betont Stegh. Er gibt aber auch zu, dass die neue Technik für die ältere Generation gewöhnungsbedürftig sein könnte. „Es wird einige Zeit dauern, bis sie sich daran gewöhnt haben“, sieht Stegh aber kein wirklich großes Problem.

Umbauphase dauerte in Summe drei Jahre

Mit der Installierung der digitalen Amtstafel setzte man quasi den finalen Schritt in der dreijährigen Umbauphase. Nachdem in den letzten Jahren bereits die Feuerwehr, die Musikschule und die Jugendräume umgebaut wurden, erscheint nun auch das Gemeindeamt in neuem Glanz. Die Infrastruktur wie Beleuchtung, Heizung oder IT sind nun komplett neu. Zudem wurden Wände adaptiert, um das Amt in eine moderne Serviceeinrichtung zu verwandeln sowie ein zusätzlicher Besprechungsraum realisiert. Außerdem wurden zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für eventuelle Erweiterungen geschaffen.

„Wir wollen weg vom Amtsmuffelcharakter“, stellt der Ortschef klar. Das lässt man sich auch einiges kosten. Sämtliche Umbauten schlagen sich mit 1,8 Millionen Euro zu Buche, auf den Umbau des Gemeindeamtes entfallen davon allein 370.000 Euro.

Dass alle Organisationen und die Gemeinde nach mehrjähriger Umbauzeit nun wieder in modernen und schönen Räumen arbeiten können, möchte man auch feiern. Deshalb findet am 2. Juni ein gemeinsames Fest statt, bei dem Feuerwehr, Musikschule, Musikverein, Landjugend und das Gemeindeamt ihre Pforten öffnen. Diese Feier soll zum Höhepunkt des dreitägigen Dorffestes werden.

An diesem Sonntag wird mit dem ehemaligen Seniorenwohnheim am Ortsplatz, bei dem gerade an der Fassade gearbeitet wird, aber noch ein weiteres Gebäude im Mittelpunkt stehen und seiner neuen Bestimmung übergeben werden. „Das Haus entsprach nicht mehr dem Standard. Es war nicht barrierefrei und die Wohnungen waren daher schwer zu vermieten“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh, warum es einem neuen Verwendungszweck zugeführt wird.

Statt der Senioren werden nun demnächst zwei Zahnärzte und ein Kieferorthopäde im 227 Quadratmeter großen Erdgeschoß einziehen. „Es entsteht ein kleines Ambulatorium, mit dem wir die Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung gewährleisten können“, betont Stegh. Im Obergeschoß wurden zwei Mietwohnungen in der Größe von 60 und 80 Quadratmetern errichtet.