Förderung für Zisternen. Der Einbau einer Regenwasserzisterne ist Gemeinde bis zu 120 Euro pro Kubikmeter wert.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 26. November 2019 (04:56)
Der Klimaschutz ist Bürgermeister Karl Josef Stegh ein wichtiges Anliegen.
Vogl

Der heißeste Sommer seit Beginn der Messaufzeichnungen ist ein deutliches Indiz dafür, dass der Klimawandel heuer auch vor Österreich nicht Halt gemacht hat. Einige Gemeinden im Bezirk hatten aufgrund der Rekordhitze zeitweise mit Wasserknappheit zu kämpfen. Da das Wasser auch in Zukunft ein wichtiges Thema sein wird, hat der Behamberger Gemeinderat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch eine wichtige Entscheidung getroffen: Die Gemeinde fördert künftig den Einbau von Regenwasserzisternen.

„Das ist ein bewusster Beitrag zum Klimaschutz und soll eine Animation dazu sein, den Einbau von Zisternen zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Es macht Sinn, das Regenwasser nicht in den Kanal zu leiten und dann teures Trinkwasser zum Autowaschen zu verwenden“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh. Wer eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von mindestens drei Kubikmetern einbaut und die entsprechenden Rechnungen vorweist, kann nun in den Genuss einer einmaligen Förderung in Form eines Investitionszuschusses kommen, der mit maximal 1.200 Euro gedeckelt ist.

Drei verschiedene Förderungs-Varianten

Drei verschiedene Varianten werden von der Gemeinde angeboten. Wer das Wasser der Zisterne etwa nur zum Gartengießen verwenden möchte, erhält eine Förderung von 50 Euro pro Kubikmeter. Wer die Zisterne auch an die Hauswasseranlage anschließen möchte, kann mit einer Förderung von 100 Euro pro Kubikmeter rechnen. Hat die eingebaute Zisterne auch eine Retentionsfunktion, sammelt sie also das Wasser und gibt es später langsam ab, dann beläuft sich die Unterstützung der Gemeinde auf 120 Euro pro Kubikmeter.

Die letzte Variante wäre für die Gemeinde natürlich der Optimalfall. „Wenn nicht alles in den Kanal kommt, hilft uns das, denn diese Zisternen würden ein großes Retentionsbecken, das die Gemeinde bauen müsste, ersetzen“, erklärt der Ortschef, der sich wünscht, dass der Einbau von Regenwasserzisternen beim Hausbau künftig vorgeschrieben sein sollte. „Das gehört meiner Meinung nach in die Bauordnung“, stellt Stegh klar.

Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung standen auch einige Beschlüsse für die neue Sportanlage, die in Kooperation mit der Gemeinde Haidershofen errichtet wird. So wurde der Flächenwidmungsplan geändert und das Areal am Hardeggerfeld auf Grünland Sport umgewidmet. Auch die ersten Bauarbeiten wurden bereits vergeben. Der Auftrag für Erdbauarbeiten in der Höhe von rund 140.000 Euro ging an die Firma Grillnberger aus Behamberg, die Bodenaufbauarbeiten für den Sportrasen für das Spielfeld und den Trainingsplatz in der Höhe von rund 460.000 Euro wird die Firma Hinterholzer aus Aschbach durchführen. Die LED-Flutlichtanlagen für beide Plätze in Höhe von rund 87.000 Euro wird die Firma Holzner aus Behamberg errichten.

Erste Bauarbeiten für den neuen Sportplatz wurden in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch vergeben.
Grafik: Hackl Bauplanungs-GesmbH

Das Thema Wasser spielt auch beim Sportplatz eine große Rolle. So wird ein bestehender Brunnen in Haidershofen angezapft werden. Zudem wird noch heuer ein großes Wasserbecken gebaut, um mit dem darin gesammelten Wasser die Fußballplätze zu bewässern.