Fuchshuber schließt größte Krippensammlung der Welt. Die weltgrößte Krippensammlung von Anton Fuchshuber wird aufgelöst. Am 1. und 2. Adventwochenende ist sie ein letztes Mal im Rahmen eines Adventmarktes geöffnet.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 28. November 2017 (04:02)
Mehr als 2.500 Krippen hat Anton Fuchshuber in seiner Krippenwelt ausgestellt. Nun wird sie geschlossen und die kleinen Kunstwerke werden verkauft.
Sabine Hummer

Das erste Adventwochenende steht vor der Tür, da gibt es viel zu tun für den Krippensammler Anton Fuchshuber. Mehr als 2.500 Krippen hat er in seiner Krippenwelt ausgestellt und schaffte damit vor einigen Jahren sogar den Weltrekord.

Rund 130 dieser Schmuckstücke hat der Krippenbaumeister selbst gebaut – ein jedes mit liebevollen Details, manche mit besonderen Krippenfiguren, die er von seinen Reisen mit nach Behamberg gebracht hat.

Die Krippe in einem alten Fernseher ist ein ganz besonderes Stück der Sammlung von Anton Fuchshuber.
Hummer

Jede Krippe hat ihre Geschichte: Da ist zum Beispiel ein besonders altes Juwel, das Anton Fuchshuber aus einem Kloster erstanden und in liebevoller Kleinarbeit restauriert hat. Die Behamberger Krippe, die von Fuchshuber nach der Idee seines verstorbenen Freundes, Altbürgermeister Josef Gaßner, gebaut wurde.

Krippen, die Kindergartenkinder für ihn gebastelt haben oder eine Krippe mit echten Bergkristallen, die er von einem Freund erhalten hat und die nach dessen Tod einen besonderen Ehrenplatz erhalten hat. „Ich hänge an einer jeden, von der kleinsten Papierkrippe in Briefmarkengröße bis zu den großen“, sagt Fuchshuber.

Ein letztes Mal werden sie nun liebevoll drapiert und ins rechte Licht gerückt, denn von 1. bis 3. Dezember und von 8. bis 9. Dezember hat der begeisterte Sammler seine Krippenwelt das letzte Mal für die Öffentlichkeit geöffnet, ehe er die Sammlung auflöst.

„Es hat alles seine Zeit, jetzt ist es Zeit kürzerzutreten“

Die Gesundheit hatte dem 63-Jährigen zuletzt nicht sonderlich gut mitgespielt. Nach einer schweren Herzoperation ist die aufwendige Pflege der Sammlung nicht mehr so möglich, außerdem soll in der Garage, in der sich jetzt noch die Krippen aneinanderreihen, bald wieder Platz für das Auto sein.

„Es hat alles seine Zeit, jetzt ist es Zeit kürzerzutreten“, sagt Anton Fuchshuber, der seine Krippenwelt aber noch einmal so richtig in Szene setzen will und alle einlädt, sich seine außergewöhnliche Sammlung anzusehen: „Wir werden den kleinsten Adventmarkt zur größten Krippensammlung veranstalten.“

Dabei wird Fuchshuber auch seine selbst gebauten Krippen verkaufen. „Die erste Krippe hab ich vor Kurzem weggegeben, das hat mir schon sehr wehgetan“, erzählt Fuchshuber, doch nun sei es in Ordnung für ihn. „Es ist schön, wenn meine Krippen in Ehren gehalten werden.“