Große Trauer um Augustin Sonnleitner

Erstellt am 18. März 2022 | 04:32
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8302387_hsv11beh_sonnleitner.jpg
Augustin Sonnleitner war in Behamberg sehr beliebt.
Foto: Putz
Ehemaliger Pfarrer und Ehrenbürger der Gemeinde Behamberg verstarb am 28. Februar im 81. Lebensjahr. Eine große Trauerschar begleitete ihn am Mittwoch auf seinem letzten Weg.
Werbung

Augustin Sonnleitner wurde am 22. August 1941 in der Pfarre Ertl geboren. Nach Ablegung der Externistenmatura in Wien studierte er Theologie und wurde am 8. November 1981 durch Bischof Franz Zak im Dom zu St. Pölten zum Priester geweiht. Zwischen 1982 und 1985 wirkte er als Kaplan in Amstetten-St. Marien, St. Pölten-St. Josef und St. Valentin. 1985 übernahm er als Moderator die Pfarre Golling, die er bis 1987 betreute. Nach einem Jahr als Moderator der Pfarre Michelhausen wurde er 1988 als Pfarrer in Wallsee-Sindelburg installiert.

440_0008_8302384_hsv11beh_begraebnissonnleitner.jpg
Der Sarg des ehemaligen Pfarrers und Feuerwehrkurats Augustin Sonnleitner wurde von Mitgliedern der Feuerwehr begleitet.
Foto: Putz

Ab dem Jahr 1993 stand er zwanzig Jahre lang als Pfarrer in Behamberg im seelsorglichen Dienst. 1995 übernahm er für einige Monate zusätzlich seine Heimatpfarre Ertl als Excurrendo-Provisor. 2013 trat er in den dauerhaften Ruhestand. In den ersten beiden Jahren seines Ruhestandes wirkte er als Hausgeistlicher bei den Franziskanerinnen im Kloster Hainstetten. In den letzten Jahren wohnte er im Seniorenzentrum der Stadt Haag, wo er ein beliebter und geschätzter Mitbewohner war.

Zusätzlich zu seinem Engagement in den Pfarren wirkte Sonnleitner über viele Jahre hindurch als Feuerwehrkurat bei der Feuerwehr Ertl. Für seine Verdienste in der Seelsorge wurde ihm 2006 der Titel Geistlicher Rat verliehen.

Eine ehrenvolle Abendandacht, bei der der Sarg auch in der Kirche stand, fand am vergangenen Dienstag zugleich mit einer Abendmesse statt, die Pater Georg Bakowski und Diakon Franz Wimmer gestalteten. Musikalisch mitgestaltet wurde diese Andacht vom Damen-Feuerwehrchor und dem Organisten Alois Schönangerer. Am Mittwoch folgte dann das Begräbnis. Pfarrer Sonnleitner hatte den Wunsch geäußert, in Behamberg im Priestergrab beerdigt zu werden. Dieser Wunsch wurde von der Pfarre und der Gemeinde Behamberg natürlich gerne erfüllt. Es ist ein Beweis der Freundschaft und der guten Zusammenarbeit im Ort.

Viele Priester und Diakone des Dekanats, allen voran Generalvikar Christoph Weiss und Weihbischof Anton Leichtfried, Abordnungen der Behamberger Vereine, die Musikkapellen und Feuerwehren, der Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenrat, der Behamberger Gemeinderat, Verwandte und eine große Trauerschar nahmen an diesem Begräbnis teil. Hauptzelebranten waren Weihbischof Anton Leichtfried, Dechant Pater Jacobus Tisch und Pater Georg Bakowski. Die Sängerrunde d’Huznbleiba, Alois Schönangerer, Alfred Gansberger und der Musikverein Behamberg gestalteten das Requiem. Den Einzug in die Kirche und den Gang zum Friedhof begleitete der Musikverein Wachtberg. Beim Einzug in die Kirche standen die Vereinsabordnungen Spalier.

Der Wunsch des Verstorbenen war, dass es nur einen Nachruf geben solle, und zwar vom Bürgermeister. Karl Josef Stegh hat den Nachruf zwar verfasst, war am Begräbnistag aber verhindert und konnte ihn daher nicht persönlich halten. Dies übernahm für ihn Vizebürgermeister Johann Reitbauer.

Behamberg hat einen Ehrenbürger, einen beliebten und umsichtigen Seelsorger, einen sogenannten „Baumeister“ und „Waldpfleger“ verloren. Glücklich sind die Pfarrverantwortlichen und Gemeindebürger, dass er sich Behamberg als letzte Ruhestätte ausgesucht hat.

Werbung