Behamberger Wasser ist wieder in Ordnung. Vergangene Woche wurde das Behamberger Trinkwasser für die Einspeisung ins öffentliche Netz freigegeben.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 08. September 2014 (10:49)
Die Bürgermeisterin und Bürgermeister der Kleinregion - Alfred Buchberger (Ennsdorf), Karl Josef Stegh (Behamberg), Rudolf Bscheid (St. Pantaleon-Erla), Roland Dietl (Strengberg), Karl Huber (Ernsthofen), Josef Sturm (Haag), Kerstin Suchan-Mayr (St. Valentin) und Manfred Schimpl (Haidershofen) - freuen sich schon aufs Mitradln am 20. September.
NOEN, privat
Leitungswasser zählte bei der Behamberger Bevölkerung zuletzt nicht unbedingt zu den Lieblingsgetränken. Ein modriger Geschmack ließ die Menschen immer seltener zum Wasserglas greifen. Für Bürgermeister Karl Stegh ein nachvollziehbarer Schritt. „Grausliches Wasser mag keiner trinken“, zeigte er Verständnis.

„Alte Wurzelstöcke im Quellbereich waren der Grund“

Die Ursache für die Geschmacksbeeinträchtigung wurde schnell gefunden. „Alte Wurzelstöcke im Quellbereich, die im Boden dahingefault sind, waren der Grund“, erklärt Stegh. Um auch zukünftige Beeinträchtigungen des Quellwassers zu vermeiden, wurde der Boden des Quellgebietes in der Folge großräumig abgetragen und wurden Erdmaterial sowie alte Wurzelstöcke in weitem Umkreis entfernt.

Die Fassung der Quelle wurde neu aufgebaut. Diese umfangreichen Bauarbeiten schlugen sich mit größeren Bauvolumen zu Buche als erwartet. Die Sanierung der Quellfassung samt fünfwöchiger Bauzeit kostete 140.000 Euro.

Verbindungsleitung als Retter in der Not

Auch wenn Bürgermeister Karl Stegh betont, dass das Wasser nie gesundheitsschädlich war, freut er sich, dass nun wieder geschmackloses Wasser aus den Behamberger Wasserhähnen fließt. „Das Wasser ist wieder in Ordnung und wurde letzte Woche von der Bezirkshauptmannschaft für die Einspeisung ins öffentliche Netz freigegeben“, informiert der Ortschef.

Dass es in den vergangenen Wochen zu keiner Wasserknappheit kam, verdankt man der Nachbargemeinde Haidershofen und der Verbindungsleitung, die seit fünf Jahren zwischen den beiden Orten besteht. „Es war unser Glück, dass es eine bestehende Verbindung gibt. Sonst wären wir angestanden“, fasst Stegh zusammen.

Auch in Haidershofen ist man zufrieden, den Nachbarn aus der Patsche geholfen zu haben. „Wir haben damals, als die Verbindung gebaut wurde, auch Kritik dafür bekommen. Jetzt hat sich erwiesen, wie wichtig und notwendig sie ist“, sagt Bürgermeister Manfred Schimpl. Dass das Wasserproblem ausgestanden ist, wird am Freitag um 14 Uhr mit einem Wasserradwandertag entlang der Verbindungsleitung gefeiert. Start und Ziel befinden sich bei der Quelle Behamberg (Quenger).