Sportplatz-Projekt ist jetzt auf Schiene. Land NÖ unterstützt gemeindeübergreifendes Vorhaben mit einem Drittel. Projekt am Hardeggerfeld kann wie geplant umgesetzt werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 26. Februar 2019 (04:00)
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Die Bürgermeister von Behamberg und Haidershofen, Karl Josef Stegh und Manfred Schimpl (von links) zeigen mit Stolz auf die Pläne für den neuen Sportplatz.

Der Fußballplatz des ASV Behamberg-Haidershofen samt Stockschützenhalle ist in die Jahre gekommen. Über 40 Jahre hat das Kabinengebäude am Buckel. Notwendige Parkplätze fehlen auf dem bisherigen Areal, das auch keine Möglichkeit für eine Erweiterung bietet. Deshalb suchte man nach Alternativen.

Das Hardeggerfeld, das nur rund 200 Meter vom derzeitigen Fußballplatz entfernt liegt, erwies sich als perfekter Standort. „Die Familie Hardegger hat das Grundstück zum Glück freigegeben, sonst wäre unser Projekt nicht möglich gewesen“, erklärt Behambergs Bürgermeister Karl Josef Stegh. So wurde im Vorjahr gemeinsam mit der Nachbargemeinde Haidershofen ein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück angekauft und eine Detailplanung erstellt. In der Vorwoche fand nun ein Finanzierungsgespräch mit dem Land NÖ statt, das für die beiden Gemeinden äußerst positiv verlief.

Kooperationsprojekt vom Land goutiert

„Die Unterstützung des Landes ist sehr großzügig. Dass es sich um ein Kooperationsprojekt handelt, hat man sehr goutiert. Das wird auch seitens des Landes belohnt“, freut sich Stegh über das Ergebnis des Gesprächs. Mit insgesamt 4,36 Millionen Euro ist das gesamte Projekt – inklusive Grundkauf und zu errichtender Abbiegespur – veranschlagt. „Das Land übernimmt ein Drittel der Gesamtkosten abzüglich des Grundkaufs. Auch die Darlehen der Gemeinden werden vom Land unterstützt, weil es die Zinsen trägt. Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Haidershofens Bürgermeister Manfred Schimpl.

Bis zum Jahr 2022 werden nun ein Hauptspielfeld, ein Trainingsfeld, ein Kabinengebäude mit 340 Quadratmetern verbauter Fläche, eine Tribüne mit 180 Sitzplätzen, eine Stockschützenhalle mit drei Bahnen in der Größe von 440 Quadratmetern und 104 Parkplätze entstehen. Der Startschuss für das Großprojekt fällt mit der Errichtung einer Abbiegespur und einer Abfahrt, um überhaupt auf das Gelände zu gelangen. „Eine Zählung hat in dem Bereich 4.800 Fahrzeuge ergeben. Deshalb brauchen wir eine Abbiegespur. Sonst sind Staus vorprogrammiert“, berichtet Karl Stegh. Beide Gemeinden werden alleine heuer 700.000 Euro in das Projekt investieren.

Das Grundstück, auf dem sich der Fußballplatz derzeit befindet, soll später verkauft werden. „Der Grund gehört der ASKÖ OÖ. Man hat uns zugesagt, dass er verkauft werden kann und der Erlös in das Projekt fließt“, erklärt Stegh. Elf Fußballer haben bereits Interesse angemeldet, hier Haus bauen zu wollen.