Zeitplan für einige Projekte wackelt. Ausfall der Gemeinderatssitzungen verzögert Auftrags- und Planungsvergaben.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 26. März 2020 (04:52)
Symbolbild
Shutterstock/Denis Kuvaev

Die für Montag und Donnerstag geplanten Gemeinderatssitzungen in Haidershofen und Behamberg mussten aufgrund der Maßnahmen gegen das Coronavirus abgesagt werden. Das bringt den Zeitplan für wichtige Projekte ins Wanken.

In Behamberg wäre die Vergabe für die Planung für die Liegenschaft Behamberg 33 auf der Tagesordnung gestanden. Hier soll der neue Standort für den Nahversorger und den Arzt entstehen. „Wir möchten das Projekt eigentlich nicht verzögern. Da geht es schon um Zeit und wir wollen das relativ zügig durchziehen“, erklärt Bürgermeister Karl Josef Stegh. Die Abrissarbeiten des auf der Liegenschaft stehenden Hauses Pötsch und die Planungsarbeiten für das neue Gebäude seien ja trotz der Corona-Maßnahmen durchführbar, ist er überzeugt. „Und es gibt auch die Notkompetenz des Bürgermeisters, dass er Entscheidungen treffen kann“, stellt Stegh klar. Die Fraktionssitzung, in der die weiteren Maßnahmen besprochen wurden, habe noch plangemäß stattgefunden.

Bei der Sportanlage, einem Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Haidershofen, hätte im Gemeinderat die Vergabe für die Gewerke erfolgen sollen. „Es stellt sich die Frage, ob die überhaupt arbeiten können. Wir klären das ab und wenn für die Gemeinde ein Schaden entstehen sollte, werden wir handeln“, teilt Stegh mit.

Kindergarten muss eventuell noch warten

Wichtige Projekte stehen auch in Haidershofen an. Hier wurde in einer Sitzung der Fraktionsobleute am Freitag einvernehmlich entschieden, begonnene Projekte fortzusetzen. Das betrifft den Zu- und Umbau der Volksschule Haidershofen sowie den Sportplatz.

Zuwarten will man hingegen noch mit der Entscheidung über den Neubau des notwendig gewordenen Kindergartens. „Da sind wir ja erst in der Planung“, betont Bürgermeister Manfred Schimpl. Er sieht kein Problem darin, das Provisorium am Gemeindeamt ein Jahr weiterzuführen. „Bei der Volksschule haben wir drei Klassen dazu gebaut. Im Worst Case können wir, wenn das Land zustimmt, eine Klasse als weiteres Provisorium nutzen.“