Mit 58 verstorben: Trauer um Ortspolitiker

Erstellt am 10. April 2018 | 04:40
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Todesfall Behamberg - Mit 58 verstorben: Trauer um Ortspolitiker
Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb Gemeinderat Wilhelm Hopfinger am Ostersonntag.
Foto: beeboys/shutterstock.com bzw. privat (Collage NÖN)
Behamberg sagte am Freitag Adieu zu Gemeindevorstand Wilhelm Hopfinger, der am Ostersonntag nach kurzer, schwerer Krankheit im 58. Lebensjahr verstarb.
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Viele Verwandte, Freunde, Kollegen, Parteifreunde und Mitglieder des Behamberger Gemeinderates waren am Freitag zur Verabschiedung von Wilhelm Hopfinger gekommen. Am 1. April, dem Ostersonntag, war der beliebte Ortspolitiker nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Den Trauergottesdienst, der von Pfarrer Norbert Kokott zelebrierte wurde, begleitete Klaus Oberleitner, ein Freund, auf der Orgel.

Ehrende Nachrufe in der Kirche hielten für die Gemeinde Bürgermeister Karl Josef Stegh, für die Johannes Kepler Universität, an der Hopfinger zuletzt als Techniker im Einsatz war, Lehrerkollege Professor Wolfgang Amrhein, für den Pensionistenverband Obfrau Leopoldine Binder und für die SPÖ Ortsparteivorsitzender Gerhard Leitner, der auch ein Freund des Verstorbenen war.

„Er war über alle Parteigrenzen hinweg angesehen und wird eine große Lücke hinterlassen.“Bürgermeister Karl Josef Stegh in seinem Nachruf.

Mit sehr persönlichen Worten erzählte er, dass Hopfingers politische Laufbahn 2007 begann, als dieser der SPÖ-Ortspartei Behamberg beitrat. Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Vorsitzenden Kurt Forstenlechner übernahm er dessen Position bis 2013 und fungierte dann bis zu seinem Ableben als Vorsitzender-Stellvertreter.

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Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb Gemeinderat Wilhelm Hopfinger am Ostersonntag.
Foto: privat

„Nur Mitglied und Vorsitzender zu sein war ihm zu wenig, denn er wollte in der und für die Gemeinde Behamberg etwas bewirken“, erinnerte Leitner. Darum habe er sich entschieden, 2010 erstmals als Spitzenkandidat für die SPÖ bei der Gemeinderatswahl anzutreten.

Engagement für Menschen, die Hilfe benötigen, war ihm immer ein großes Anliegen und so war es für ihn selbstverständlich, sich ab der ersten Stunde bei „Willkommen Mensch in Behamberg“ ehrenamtlich zu betätigen.

„Er versuchte immer das Gute im Menschen zu sehen und auch in aussichtsloser Lage etwas Positives zu bewirken. Hopfinger war ein Politiker mit Leib und Seele, er vermied jeden Streit und wollte immer für die Gemeindebürger etwas erreichen. Wenn es etwas gab, das ihn wirklich aufregte, war es Ungerechtigkeit, Rücksichtslosigkeit, Egoismus, menschenverachtende Worte und Vorverurteilung von Menschen anderer Nationalität, Hautfarbe oder Religion“, betonte Gerhard Leitner.

Wilhelm Hopfingers große Leidenschaft galt der Musik. Als Virtuose auf der Hammondorgel spielte er in diversen Bands und Studioproduktionen mit. Mit „Masterplan“ gastierte er 2003 beim Jazzfest in Montreux. Auch bei der Verabschiedung am Kirchenplatz wurde er von seinen Musikkollegen musikalisch begleitet.

War auch Virtuose auf der Hammondorgel

Hopfinger wurde am 7. April 2010 zum Gemeinderat angelobt und war bis zu seinem Tod geschäftsführender Gemeinderat. Bis Februar 2015 war er zudem Obmann des Prüfungsausschusses, anschließend auch Mitglied des Baubeirates und des Musikschulausschusses Behamberg-Ernsthofen-Haidershofen. „Er war ein verlässlicher und sehr menschlicher Mitarbeiter“, wertschätze Bürgermeister Stegh.

Auch Professor Wolfgang Amrhein von der Johann Kepler-Universität in Linz hob die Verlässlichkeit, Kollegialität und Freundlichkeit des Verstorbenen hervor. Die Obfrau des Pensionistenverbandes, Leopoldine Binder, bedankte sich in ihren Abschiedsworten für seine acht-jährige Mitgliedschaft.

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