Maria Schirghuber: Wolfsbacher Heimhelferin mit Herz. Die Wolfsbacherin Maria Schirghuber ist seit über zehn Jahren als Heimhelferin in der Caritas-Sozialstation NÖ-West tätig und liebt ihren herausfordernden Beruf.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 22. Januar 2021 (04:55)
Die Wolfsbacherin Maria Schirghuber liebt ihren herausfordernden Beruf in der Pflege.
Caritas

So lange es geht, zuhause in Würde leben zu können, selbstbestimmt und möglichst eigenständig den Alltag zu bewältigen: Das ist heutzutage der größte Wunsch vieler älterer Menschen. Maria Schirghuber hilft als Heimhelferin in der Caritas-Sozialstation NÖ-West seit 2009 mit, dass dieser Wunsch für ihre Kunden in Erfüllung gehen kann.

Ihre Einsatzgebiete sind Haag, Wolfsbach, St. Johann/E. und Strengberg, ihre Arbeit schildert sie als überaus vielseitig: Manche zu Betreuende benötigen nur fallweise Unterstützung bei Einkäufen und Besorgungen, bei der Begleitung zum Arzt oder Hilfe im Haushalt, anderen wiederum muss täglich beim Aufstehen, Ankleiden und der Morgentoilette Hilfe geleistet werden. „Ich liebe meinen Beruf über alles!“, erzählt die engagierte Heimhelferin begeistert.

„Strahlende Augen sind der schönste Lohn“

„Es ist das Schönste für mich, die strahlenden Augen meiner Kunden zu sehen, wenn ich nach der Betreuung wieder gehe und sie gut versorgt und zufrieden sind.“ Die Arbeit während des Lockdowns schildert die gebürtige Wolfsbacherin als durchaus herausfordernd: „Die Kunden haben Angst, an Covid-19 zu erkranken, und leiden unter dem notwendigen Abstandhalten sehr.“ Daher möchte sich Maria Schirghuber auch möglichst bald impfen lassen, um ihre Kunden bestmöglich schützen zu können.

Gespräche sind angesichts der schwierigen Coronasituation ganz wichtig und können helfen. Am meisten fehlt der dreifachen Mutter nämlich der physische Kontakt zu Menschen. „In manchen Situationen nehme ich meine Kunden einfach auch einmal gerne in den Arm, um ihnen Nähe und Zuwendung zu schenken. Ich hoffe sehr, dass das bald wieder möglich sein wird!“

Auch wenn das Tragen der FFP2-Maske für die Caritas-Mitarbeiterin anstrengend ist, ist sie von der Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen absolut überzeugt. „Ich hatte schon Kontakt zu positiv getesteten Menschen und habe mich bisher nicht angesteckt.“

Natürlich beteiligt sie sich wöchentlich auch an den Corona-Schnelltests in ihrer Dienststelle, um niemanden zu gefährden oder das Virus nach Hause zu bringen, zählt doch ihr Sohn Tobias zur Hochrisikogruppe, weil er unter dem Down-Syndrom leidet.

Schon viermal hat Maria Schirghuber daher auch – jeweils im Zwei-Jahres-Rhythmus an einem März-Sonntag – anlässlich des Welt-Down-Syndrom-Tages – in der Seitenstettner Stiftskirche eine Benefizmesse mit Abt Petrus Pilsinger organisiert. Zudem engagiert sie sich seit sechs Jahren im Besuchsdienst der Pfarr-Caritas, wobei ihr das Überbringen von Bastelarbeiten, Gespräche, vor allem aber das Zuhören besonders wichtig sind.

Breit gefächertes Angebot

Bei der Caritas der Diözese St. Pölten arbeiten derzeit über 800 Mitarbeiter im Bereich Betreuen und Pflegen zu Hause. Im vergangenen Jahr haben sie mehr als 4.000 Kunden in knapp 680.000 Einsatzstunden betreut. Fünf bis acht Gemeinden werden am Land in der Regel von einer Caritas-Sozialstation wie Haag betreut.

Neben der mobilen Pflege und Betreuung zu Hause werden durch die Sozialstationen noch weitere Dienste angeboten: Notruftelefon – mit dem am Arm getragenen Band kann im Krisenfall mittels Knopfdruck rasch Hilfe geholt werden –, Ergo- und Physiotherapie, Essen auf Rädern, 24-Stunden-Betreuung des Caritas-Vereins „Rundum zu Hause betreut“, Mobiler Hospizdienst und Demenz-Beratung. Stolz ist man in der Caritas auch auf einen eigenen Heimhilfekurs, den man vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Berufsförderungsinstitut Amstetten entwickelt hat.

Die nächste Ausbildung zur Heimhilfe startet im September 2021. Kontakt: info@caritas-stpoelten.at