Betrüger lockten Frauen hohe Geldbeträge heraus

Erstellt am 30. November 2022 | 03:38
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Foto: Weingartner-Foto
Zwei verliebte Mostviertlerinnen überwiesen in Summe hohen fünfstelligen Betrag.
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Auf dreiste Betrüger sind zwei Damen aus dem Bezirk Amstetten hereingefallen. Sie haben den unbekannten Tätern Geldbeträge in beträchtlicher Höhe überwiesen.

So erstattete eine 73-jährige Mostviertlerin am vergangenen Freitag Anzeige über einen „Love-Scam“-Trickbetrug. Der unbekannte Täter hatte der Dame Ende Juli unter dem Namen „Dr. Michael David Hanson“ via Instagram-Chat geschrieben, nach der ersten Kennenlernphase wurde auf WhatsApp gewechselt. Die Dame verliebte sich aufgrund des Schriftverkehrs in den Unbekannten, der diese Situation in der Folge schamlos ausnutzte. Wegen verschiedenster vorgespielter Probleme wie ungültigem Reisepass, Krankheiten, benötigten Operationen und Medikamenten lockte er der Frau im Zeitraum von Anfang August bis Anfang Oktober sechs Überweisungen heraus, die sie persönlich in einer Bank im Bezirk abgab. Insgesamt überwies sie 44.400 Euro. Damit wollte sich der Betrüger aber noch nicht zufriedengeben. Mit unzähligen Nachrichten versuchte er bis zuletzt, der Frau weitere Überweisungen herauszulocken. Trotz vieler gelöschter Nachrichten umfasst der Chatverlauf der beiden 254 A4-Seiten.

Nicht ganz so hoch fällt der finanzielle Schaden beim zweiten Betrugsopfer aus. Die 72-Jährige war via Facebook mit „Alvin Hartmann“ in Kontakt gekommen. Per Facebook und später per WhatsApp baute der unbekannte Täter mit der Frau eine Beziehung auf und verleitete sie, Geld auf ein österreichisches Konto zu überweisen. Außerdem wies er sie an, bei einem Automaten Bitcoins zu kaufen und ihm die Kaufbelege als Foto zu übermitteln. In Summe überwies die Frau 15.500 Euro und kaufte Bitcoins im Wert von 12.300 Euro.

Anzeige erstattete am vergangenen Sonntag die Nichte der Frau, bei der sich das Betrugsopfer Geld für weitere Überweisungen leihen wollte. Das Opfer selbst verweigerte die Einvernahme, weil sie nicht gewollt habe, dass überhaupt Anzeige erstattet werde. Mittlerweile dürfte sie aber eingesehen haben, dass es sich um Betrug handelt, und werde kein Geld mehr zahlen, berichtete die Polizei.

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