Feuerwehr-Führungen werden neu gewählt. Die Feuerwehrmitglieder wählen ab Anfang Jänner ihre Kommandos. Auflösungen gibt es im Bezirk erfreulicherweise nicht.

Von Peter Führer. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:25)
Die Bezirksfeuerwehrkommando-Wahlen wurden geschlagen: 164 Wahlberechtigte haben Rudolf Katzengruber (3.v.l.) zum Bezirksfeuerwehrkommandanten und Josef Fuchsberger (l.) zum Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter gewählt, Florian Kammerhuber (r.) bleibt in seinem Amt als Bezirksverwalter. Bundesfeuerwehrverbandspräsident Armin Blutsch (2.v.l.) übergab nach 20-jähriger Tätigkeit sein Amt als Bezirksfeuerwehrkommandant.
Hudler

88 Feuerwehren oder 6.600 Mitglieder sind aufgerufen, im Jänner an die „Urnen“ zu schreiten. Sie werden ihre Kommandos wählen. Diese 176 Kommandanten und Stellvertreter wählen danach die Abschnittskommandos, welche dann die Bezirkskommandos wählen. Im März sind die Wahlen abgeschlossen.

Wie die Wahlen in den Gemeinden ausgehen, ist noch abzuwarten. Fix ist, dass es zu einigen Veränderungen kommen wird. Auch bei den Abschnitten. So werden etwa Josef Weber (Amstetten Land), Werner Pießlinger (Waidhofen Land) und Josef Rauchegger (Waidhofen Stadt), aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antreten. Stefan Schaub (Amstetten Stadt), Josef Hirtenlehner (Haag) und David Strahofer (St. Peter) stehen allerdings – sofern sie freilich gewählt werden – weiterhin zur Verfügung.

Der Modus bei den ab Jänner beginnenden Wahlen sieht coronabedingt 2021 etwas anders aus. Wie Bezirkskommandant Rudolf Katzengruber berichtet, gibt es zwei Varianten. „Einige Feuerwehren werden einen reinen Wahlmodus machen. Das heißt, dass sie kurz hingehen, die Stimme abgeben, und dann wieder den Wahlbereich verlassen. Die zweite Möglichkeit ist, dass man die Wahl mit einer ganz kurzen Mitgliederversammlung mit FFP2-Masken und Abstand verbindet. Fix ist, dass die Wahlen durchgeführt werden müssen, weil es ja in den kommenden Monaten dann mit den anderen Ebenen weitergeht“, sagt Katzengruber.

Feuerwehrauflösungen sind kein Thema

Erfreulich sei, dass sich in keiner Gemeinde eine Mannschaft auflösen wird. Der Mannschaftsstand blieb beinahe unverändert, es gibt sogar ein leichtes Mitgliederplus. Dennoch steht man auch in Amstetten vor einigen Problemen. „Das riesengroße Thema ist, dass es immer schwieriger wird, die Tagesbereitschaft aufrecht zu erhalten. Das liegt daran, dass es schwieriger wird, Mitglieder für Aufgaben in der Führungsebene zu begeistern. Viele sagen, dass sie gerne bei der Feuerwehr mithelfen, das ist natürlich toll. Aber dass jemand Verantwortung übernimmt und noch zusätzlich etwas dazu macht, etwas in der Jugendbetreuung oder als Zugs- oder Gruppenkommandant, das wird immer seltener“, analysiert Katzengruber. Nur viel persönlicher Einsatz der Kommandanten und ein motivierender und wertschätzender Umgang mit den Mitgliedern machen es möglich, dass sich doch immer wieder jemand für diese Aufgaben findet.

Eine weitere große Herausforderung ist die Finanzierung der Feuerwehren, die ja durch Feuerwehrfeste große Beiträge selbst beisteuern. „Auch die Gemeinden haben ja mit finanziellen Einbußen zu kämpfen, daher wird diese Frage nicht leicht zu beantworten sein“, weiß Katzengruber. Man hoffe, dass bald wieder Veranstaltungen und Versammlungen möglich sind.

Irrsinnig stolz macht den Bezirksfeuerwehrkommandanten, dass man dank großer Disziplin bis jetzt erfolgreich durch die Pandemie kommen konnte. „Es gab relativ wenige Ausfälle durch Erkrankungen und es musste auch keine Feuerwehr wegen eines Viren-Clusters außer Dienst genommen werden. Alle Mitglieder haben sich hervorragend an die Vorgaben gehalten.“

Er selbst will sich übrigens wieder zur Wahl als Kommandant und zur Wahl als Bezirkskommandant stellen. „Das ist nur möglich, weil ich in der ‚eigenen‘ Feuerwehr in Euratsfeld starke Rückendeckung habe. Dafür kann ich nur Danke sagen.“

Umfrage beendet

  • Habt ihr gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst?