Infektionsketten durchbrochen: „Sinn des Massentests“. In manchen Gemeinden im Bezirk Amstetten sind die Zahlen höher. Das hat unterschiedliche Gründe.

Von Peter Führer und Ingrid Vogl. Erstellt am 16. Dezember 2020 (04:41)
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Ortsvorsteher Hermann Stockinger, Bürgermeister Johannes Heuras, Wolfgang Lins (Rotes Kreuz), Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer und Thomas Ludwig (FF St.Peter) hatten die Teststreckenleitung in der Carl Zeller Halle in St. Peter/Au über.
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In Relationen zur Bevölkerung gab es in manchen Gemeinden bei der Anzahl der positiven Fälle Ausreißer nach oben. Blickt man auf die Statistik (www.testung.at/dashboard). fallen zum Beispiel St. Georgen (8 Positive, Postleitzahl 3304), Strengberg (5 Positive, PLZ 3314) oder Seitenstetten (10 Positive, PLZ 3353) ins Auge.

In St. Georgen erklärt sich Bürgermeister Christoph Haselsteiner die Zahlen (8 Positive bei 898 Testungen) damit, dass man derzeit in der Marktgemeinde generell ein höheres Infektionsgeschehen aufweise. „Bei uns gibt es schon wieder genauso viele aktiv Positive wie vor dem Lockdown oder sogar mehr. Gerade in der Vorwoche hat es einen deutlichen Anstieg gegeben, mittlerweile halten wir bei 39 Personen“, analysiert Bürgermeister Christoph Haselsteiner.

Das Ergebnis habe aber auch gezeigt, wie wichtig der Massentest war. So habe man auch einige Infektionsketten durchbrechen können. „Bei uns ist aber noch keine Entspannung in Sicht“, weiß Haselsteiner.

Mit fünf positiven Ergebnissen bei insgesamt 610 getesteten Personen ist auch der Wert in Strengberg relativ hoch. Auffallend war hier vor allem das zeitliche Zusammenfallen dieser Tests. „Diese Personen waren alle innerhalb einer Stunde da. Man kann es aber später nicht mehr nachvollziehen, ob das jetzt eine Familie war“, schildert Bürgermeister Johann Bruckner. Über 31 Prozent der berechtigten Personen ließen sich testen. „Die Leute sind mit einem zufriedenen Gefühl gegangen und die meisten haben gesagt, dass sie wieder gehen würden“, betont der Ortschef.

Postleitzahlen sorgen für Unschärfe

In Seitenstetten ist bei den 10 Fällen übrigens die Aufschlüsselung der Statistik nach Postleitzahlen der Grund für das hohe Ergebnis. So scheinen unter 3353 insgesamt 1.392 Testungen und 10 positive Ergebnisse auf. „Mich haben schon viele auf diese vermeintlich hohen Zahlen in unserer Gemeinde angesprochen. Der Grund ist aber ganz einfach: Ich schätze, dass von den aufscheinenden Personen etwa 350 Menschen aus Biberbach, die ebenfalls die Postleitzahl 3353 haben, mit dabei sind. Wir in Seitenstetten haben vielleicht 5 oder 6 Positive. Da waren auch viele überrascht vom Ergebnis. Das zeigt den Sinn des Massentests“, erklärt Bürgermeister Spreitzer.

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