St. Peter in der Au

Erstellt am 03. November 2018, 07:06

von Sabine Hummer

Jungzüchter laden zur „Young Farmers Night“. Der Züchternachwuchs des Mostviertels veranstaltet am Samstag die „Young Farmers Night“ in St. Michael.

Der Jungzüchterclub Mostviertel rund um Obmann Michael Pfaffenbichler (2.v.r.) sowie (v.l.) Jakob Hagler, Christian Ratzberger, Carina Hagler und Anna Ratzberger lädt zur rauschenden Ballnacht ins Gasthaus Mitterböck. Bei der Tombola gibt es unter vielem anderen auch drei Zuchtkälber zu gewinnen.  |  privat

Jungzüchter vor den Vorhang heißt es am Samstag bei der „Young Farmers Night“, die im Gasthaus Mitterböck in St. Michael (Gemeinde St. Peter) über die Bühne gehen wird.

Seit drei Jahren ist Michael Pfaffenbichler Obmann des Jungzüchterclubs Mostviertel und stellvertretender Landesobmann, nun bringt er den Ball erstmals in seinen Heimatort. „Es wird bestimmt ein tolles Fest“, ist Pfaffenbichler überzeugt. „Der Ball ist eine Chance für uns Jungzüchter, uns als junge, dynamische Truppe zu präsentieren. Wir sind die Zukunft der Landwirtschaft.“

Seit Kindesbeinen ist Michael Pfaffenbichler selbst begeisterter Jungzüchter und hat bei seinen zahlreichen Teilnahmen an Leistungsbewerben schon viele Preise einheimsen können. „Meine Eltern haben mich immer sehr unterstützt und sind mit mir und meinen Kälbern in ganz Österreich herumgefahren, damit ich an den Bewerben teilnehmen konnte“, erzählt der Obmann.

Richtiger Umgang mit dem Tier wird gelernt

„Man tritt mit seinem eigenen Kalb an, mit dem man zuvor intensiv gearbeitet hat. Die Arbeit mit den Jungtieren ist ein Training für später. Das ist natürlich eine ganz neue Situation für das Kalb, vergleichbar mit einem Hund, der zuvor noch nie an der Leine gegangen ist. Von klein auf lernt man dabei, wie man ein Tier richtig vorführt und mit ihm richtig umgeht“, erklärt Michael Pfaffenbichler. Jede Rinderschau sei aber eine Momentaufnahme. „Wir arbeiten ja nicht mit Maschinen, da kann ein jeder Tag anders sein.“

Der Jungzüchterclub Mostviertel gehört dem Dachverein der österreichischen Jungzüchter an, der im Jahr 2000 gegründet wurde. Michael Pfaffenbichler und sein Team legen großen Wert auf die Ausbildung der Jungzüchter. „Das fängt bei den Kleinen an, die wir jedes Jahr zum Jungzüchtercamp in die Fachschule Hohenlehen einladen. Dort lernen die Kinder den spielerischen Umgang mit den Tieren. Das Schöne ist, dass sie dabei unter Gleichgesinnten sind.“ Für Jungzüchter ab 16 Jahren wird ein Ausbildungsprogramm zum Jungzüchterprofi mit zehn Modulen geboten.

Jungzüchter im Alter von 3 bis 30 Jahren

Laut Statuten des Vereins dürfen Mitglieder zwischen 3 und 30 Jahre alt sein. „Wir haben aber noch niemanden hinausgeschmissen. Solange man sich jung fühlt, ist man bei uns herzlich willkommen“, lacht Pfaffenbichler.

Anknüpfungspunkte mit den erwachsenen Züchtern gibt es natürlich mannigfach. „Viele Jungzüchter bringen sich im elterlichen Betrieb ein und dürfen bei der Zucht ein Wörtchen mitreden.“ Das Zuchtziel – langlebige, nachhaltige, Leistungsbereite und gesunde Tiere – sei in Österreich auf sehr hohem Niveau und werde laufend weiterentwickelt.