Medien: Fluch und Segen für Schule?. Schulen im Bezirk gehen auf unterschiedliche Weise mit Nutzung sozialer Medien im Schulalltag um.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 27. November 2018 (05:37)
Kürzlich hat der Landesschulrat den Informationserlass „Digitale Grundbildung und Einsatz von Social Media Software“ herausgegeben. Er empfiehlt Schulen und Schülern in der Schul-Kommunikation auf Schulsoftware statt auf WhatsApp, Facebook oder Instagram zurückzugreifen.
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Die Nutzung von sozialen Medien gewinnt schon seit Jahren immer mehr an Bedeutung. Das gilt vor allem auch für die jüngeren Generationen. Bei all den Vorteilen, die Medien mit sich bringen, gehen allerdings auch Gefahren mit einher. Deshalb hat der Landesschulrat vor Kurzem einen Leitfaden zum Umgang mit sozialen Medien an Niederösterreichs Schulen herausgegeben.

Dieser empfiehlt zum einen nur schuleigene Software, wie E-Mailadressen, Moodle oder Ähnliches zur internen Kommunikation zu verwenden, um damit die Daten, wie auch die Privatsphäre der Schüler und Familien zu schützen. Zum anderen sollen Webauftritte von Schulen in den sozialen Medien ungeeignet für eine verantwortungsvolle Präsentation der Bildungseinrichtungen sein. Es soll also niemand gezwungen werden, sich bei sozialen Medien anmelden zu müssen, um an schulinterne Informationen gelangen zu können.

Für das Stiftsgymnasium Seitenstetten macht diese Empfehlung keinen Unterschied: „Wie die Schüler untereinander kommunizieren, ist für uns nicht einsehbar, die Schule weiß aber um ihre Verantwortung. Die interne Kommunikation läuft deshalb rein über E-Mail ab. Es ist wichtig, den Schülern vorzuzeigen, dass mit Medien nicht sorglos umgegangen werden darf. Die Auswirkungen, die soziale Medien haben können, dürfen auch nicht unterschätzt werden, und die Erfahrung lehrt leider, dass Missbrauch immer wieder passiert. Deshalb wird im Informatikunterricht auch der Fokus auf Medienkompetenz gesetzt“, so Direktor Josef Wagner.

Weiters fügt er hinzu: „Bisher findet der einzige Webauftritt der Schule über die schuleigene Homepage statt und das wird auch künftig so bleiben.“

Meinungen an Schulen gehen auseinander

Anders wird damit in der HAK Amstetten umgegangen. Hier wird unter anderem über WhatsApp kommuniziert.

Brigitte Bartmann, Direktorin der HAK Amstetten
NOEN

„An sich hat zwar jeder Schüler eine eigene schulinterne E-Mail Adresse, in der heutigen Zeit ist ein Smartphone allerdings schon zur Notwendigkeit geworden. Genauso werden auch moderne Kommunikationsplattformen wie WhatsApp gebraucht. Durch den Informations- und Kommunikationstechnologie-Schwerpunkt und diverse Vorträge an der Schule vermitteln wir den Schülern natürlich auch eine sehr gute Ausbildung zum Thema Medienkompetenz“, so Direktorin Brigitte Bartmann.

Laut ihr werde die Facebook-Seite der Schule auch weiterhin bestehen, da sie gerade für Ankündigungen von Veranstaltungen sehr nützlich sei.

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