Paradies im eigenen Garten

Erstellt am 16. März 2022 | 04:02
Lesezeit: 4 Min
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In einem Fotobuch haben Andrea und Heinz Ellinger dokumentiert, wie viele Narzissenarten in ihrem Garten in St. Peter wachsen.
Foto: Kogler
Heinz und Andrea Ellinger und Sylvia und Robert Schuster aus dem Bezirk Amstetten freuen sich über die ersten Frühlingsboten aus ihren eigenen Gärten.
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Für viele ist der Frühling die schönste Jahreszeit. Auch für Heinz und Andrea Ellinger aus St. Peter/Au beginnt mit dem Frühling die Natur direkt rund um das Haus zu erwachen und man kann täglich zusehen, wie es grüner und bunter wird.

Jetzt blühen Schneerosen, Krokusse und an die zweitausend Tulpenzwiebel sowie knapp so viele Narzissenzwiebel strecken ihre Blätter schon gegen den Himmel.

„Täglich wird es grüner und es kommen bunte Farbtupfer hinzu“, berichtet Andrea Ellinger. Damit man sich an den vielen Frühlingsblumen erfreuen kann, musste im Herbst vorgesorgt werden. „Vom Zusehen wird der Garten aber nicht zu einem irdischen Blumenparadies“, erklären Andrea und Heinz Ellinger, die einen Großteil ihrer Freizeit in die Pflege des Gartens, übrigens ihr Rückzugsort nach der Arbeit in der Gastronomie, stecken.

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Robert Schuster, Leiter der Arbeiterkammer Amstetten, in seinem schönen Rosengarten.
Foto: privat

Bis auf die Wintermonate gibt es im Garten immer viel zu tun. Im Frühling gilt es die Rosenstöcke zu schneiden, und das sind an die achtzig, und auch die Hortensien, den Sommerflieder und die Gräser. Zudem werden die Abdeckungen langsam entfernt und die Laubhaufen, die für die Igel und zum Schutz für die Pflanzen hergerichtet wurden, damit die Triebe wieder das nötige Licht bekommen. Andrea und Heinz Ellinger legen übrigens großen Wert auf einen biologischen Garten. „Wenn dann die Bienen auf die Blüten strömen und man beobachten kann, welche Blüten sie ansteuern, dann kommt helle Freude auf“, erzählt Andrea Ellinger, die auch ganz fantastische Fotobücher anlegt. Und mit dem Frühlingserwachen wird der Garten auch wieder zum Begegnungsort.

„Wir freuen uns, wenn die Menschen, darunter auch Kinder, stehen bleiben und ihr Staunen ausdrücken. Wir haben viel aus den Gesprächen gelernt. Da bekommt man viele Tipps, die wir dann in unsere Arbeit einfließen lassen. Gerade jetzt in den beiden Corona-Jahren sind viele, vor allem auch Betagte aus dem Seniorenheim, stehengeblieben und haben sich an unseren Garten erfreut. Darüber sind wir sehr glücklich“, sagt das Duo mit dem grünen Daumen.

Primeln, Krokusse und Narzissen

Robert Schuster, Leiter der Bezirksstelle Amstetten der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich, freut sich jetzt schon über die warmen Sonnenstrahlen und hat fast schon alle seine Rosen zurückgeschnitten. „Die Rosen schneidet man dann zurück, wenn die Forsythien blühen“, gibt Schuster einen Tipp für den richtigen Rosenrückschnitt. Er hat sich mit seiner Frau Sylvia im Jahre 2003 ein Haus gekauft. Dazu angrenzend ein Grundstück mit 1.100 m². „Meine Frau hat sich schon immer sehr für Blumen und Kräuter interessiert. Mich haben die Rosen – die Königinnen der Blumen – in ihren Bann gezogen“, sagt der Leiter der Arbeiterkammer Amstetten. Sein Wissen hat er sich im Laufe der Zeit angeeignet und sein Garten zählt mittlerweile 70 verschiedene Arten an Rosen. Schuster hat sogar eine Rose durch Kreuzung selbst gezüchtet. Die Elternpflanzen seiner eigenen Rose hat er händisch bestäubt. Aus den Hagebutten die Samen entnommen, gereinigt, getrocknet und ausgesamt. So ist seine eigene Zuchtrose mit dem Namen „Red Sylvia“ – als Wertschätzung seiner Frau – entstanden.

„Der Pferdemist vom Pferd der Tochter findet auch Verwendung. Dieser wird nämlich gleich als Dünger für die Rosen verwendet“, sagt Schuster.

Der Garten ist nicht steril, es soll wachsen, was gedeiht. Nur, wenn sich eine Pflanze zu sehr ausbreitet oder wenn zuviel Beikraut aufkommt, werden sie entfernt. „Wenn man einen Garten hat, lernt man, vieles entspannter zu sehen. Manche Blumen mögen den Standort nicht, der Boden ist nicht ideal oder es wachsen Pflanzen, die man gar nicht angebaut hat“, sagt Schuster. In seinem Garten blühen 35 verschiedene Funkien, es gibt einen Mirabellen-, einen Zwetschken-, und einen Apfelbaum, ein Spalier mit Birnen, ein Hochbeet, in dem Kohlrabi und Buschbohnen angebaut werden. Lavendel, Mohn, Tulpen, Glockenblumen, Clematis, Akeleien, Pfingstrosen, Hortensien und Rhododendren runden das Gartenparadies ab. „Zurzeit blühen Primeln, Krokusse, Mai-, und Schneeglöckchen und es strecken Narzissen die ersten Stängel und Blätter aus dem Boden“, freut sich Schuster über die ersten Frühlingsboten in diesem Jahr.

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