Schulleiter sind gegen neuerliche Schließung

In den Schulen der Region Amstetten läuft großteils der Präsenzunterricht. Nur wenige Eltern behalten ihre Kinder lieber Zuhause.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 05:04
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8242875_ams48sei_schule_laptops.jpg
Neue Laptops werden den Unterricht in der Mittelschule Seitenstetten erleichtern. Direktorin Jutta Feuerstein-Holzer, EDV-Kustode Robert Hummel, einige Schüler und Informatiklehrerin Eva-Maria Schlögelhofer (von links). Foto: Penz
Foto: Penz

 „Wir haben ganz gewöhnlichen Unterricht, nur dass bestimmte Veranstaltungen, wie kleine Theater- oder Konzertaufführungen ausfallen“, beschreibt Anita Brottrager, Volksschuldirektorin der Schulen Euratsfeld und Ferschnitz, die derzeitige Lage. So viel wie möglich finde an der frischen Luft statt. „Denn die Volksschulkinder turnen nicht gerne mit Mundschutz und auch das Singen damit ist anstrengend. “

Die Eltern seien froh, dass unterrichtet werde, ebenso wie die Kinder, sagt Brottrager: „Beim ersten Lockdown haben sich noch einige gefreut, dass sie daheim bleiben können. Aber die Schüler haben den Kontakt zu ihren Freunden und Schulkollegen vermisst. Jetzt will wieder jedes Kind in die Schule. Das ist der einzige kleine Vorteil, den das alles mit sich bringt.“ Es sind nur einzelne besorgte Eltern, die Angst davor haben, ihre Kinder in die Schulen zu schicken. Positive Fälle gibt es derzeit keine.

Auch in der neuen Mittelschule Amstetten wird alles versucht, um einen gewöhnlichen Schulalltag zu bieten. „Es werden alle Fächer nach den aktuellen Vorgaben der Bildungs- und Gesundheitsbehörden unterrichtet“, sagt Direktorin Marijana Muskovic. Das ganze Kollegium sei gegen eine erneute Schulschließung. „Derzeit werden Erhebungen geführt, wie viele Kinder insgesamt fehlen – nicht nur aufgrund von Covid. Ich hoffe, diese Zahlen werden nicht dazu herangezogen, um eine erneute Schulschließung zu bewirken“, bangt Muskovic.

Die Direktorin der Handelsakademie Amstetten, Brigitte Bartmann, lobt die Konsequenz ihrer Schüler. Sie hielten sich präzise an die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen. „Und es werden natürlich regelmäßig PCR- und Antigentests durchgeführt, um die Sicherheit in der Schule zu gewährleisten“, berichtet sie. An der Schule hofft man derzeit noch, den Tag der offenen Tür am Freitag, 21. Jänner, abhalten zu können.

Jeder Schüler weiß, was wann zu tun ist

Im Stiftsgymnasium Seitenstetten sind ab der 4. Klasse fast alle Schüler anwesend. In zwei der 1. Klassen sind allerdings aufgrund vieler Fälle derzeit nur fünf bis sechs Schüler im Präsenzunterricht. In früheren Lockdowns hat das Stiftsgymnasium ein System entwickelt, in dem konkrete Arbeitsaufträge in Wochenarbeitsplänen – dem Stundenplan entsprechend – festgeschrieben sind, die auch von zu Hause aus gut abgerufen werden können: „So weiß jeder Schüler, was wann zu erledigen ist“, sagt Direktor Berger. Das funktioniere sehr gut. Dennoch wünscht er sich für Eltern und Schüler endlich wieder eine “Schule ohne Sorgen.“

In der Mittelschule Seitenstetten haben die Schüler der 1. und 2. Klassen letzten Freitag 94 Laptops bekommen, die das Lernen in Corona-Zeiten erleichtern sollen, wenngleich es vorerst die Medienkompetenz der Schüler weiterhin noch entsprechend zu schulen gilt. „Es sind fast alle Kinder in der Schule anwesend, mit Ausnahme ein paar weniger Erkrankter“, berichtet Direktorin Jutta Feuerstein-Holzer. Verunsicherung herrscht natürlich bezüglich Skikurs, Schwimmtagen und anderer Veranstaltungen. Der Elternsprechtag wurde online abgewickelt.