Bombenstimmung beim Haager Karneval. Gags am laufenden Band / Im ausverkauften Haus feierte der Haager Karneval eine umjubelte Premiere. Vier Stunden Spaß pur.

Von Daniela Führer. Erstellt am 25. Februar 2014 (23:59)
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Josef Peter Habinger und die ganze Karnevalscrew brachten bei der letzten Nummer, der Apres Ski Show, die Stimmung zum Kochen. Schlemmer
Von Daniela Schlemmer

STADT HAAG / Frech und liebenswert mit koketten Gags am laufenden Band: Das war der fünfte Haager Karneval, der am Freitagabend in der Haager Mostviertelhalle Premiere feierte. Die Karvenalsgilde rund um Obmann „Mr. Karneval“ Josef Losbichler hat sich heuer selbst übertroffen, vor allem auch, weil sie sich wirklich kein Blatt vor den Mund nahmen.

Zu den Highlights: Nach einem spektakulären Eröffnungstanz der Haager Garde gepaart mit einer schönen Gesangseinlage der Haager A-cappella-Gruppe „Most Wanted“ blieb bei der zweiten Einlage, dem Auftritt des Mostbarons Franz Aigner, kaum eine regionale Persönlichkeit aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verschont vor koketten und bissigen Witzen.

In der „Zwergenschule“ drückten die Zwerge Spindelegger, Faymann, Stronach, Glawischnig und Strache die Schulbank, sehr zum Leidwesen ihrer Lehrerin (Aloisia Buber), aber zur Freude der Besucher. Witzige Sager rund um das aktuelle politische Geschehen sorgten für Lacher am laufenden Band.

Bei „Puttin‘ on the Ritz“ legte dann Karnevals-Chef Josef Losbichler so richtig los. Seine Gesangseinlage gepaart mit einer tollen Choreografie der Garde war ein echter Hingucker.

Am Ende der ersten Spielhälfte sorgten die Mädls der Garde mit dem traditionellen Cancan für fabelhafte Stimmung und viel Jubel.

Wickinger zündeten Gagfeuerwerk

Im zweiten Teil des Vier-Stunden-Programms landeten dann die Wickinger in Haag, Ernsthofen und vor dem Parlament in Wien. Mit den frechen Sprüchen und tollen Kostümen war dieser Auftritt sicher eines der größten Highlights des Abends.

Um nichts nach standen dem aber auch „Most Wanted“ mit ihrer Einlage im „Schnuller‘s“. Die Besucher staunten nicht schlecht über die sechs stimmgewaltigen jungen Haager.

Beim AMS konnten sich die Besucher kaum halten, als Karl Kininger die Bühne betrat. Als Arbeitssuchender, den es viel lieber ins Wirtshaus treibt, strapazierte er sehr die Nerven von Frau Kleber, Kleister oder Patex (Silke Kargl).

Mehr schlecht als recht kämpften sich dann auch noch die altbekannten Chilly und Slimmy (Franz Dornmayr und Franz Aigner) durch die Jagdprüfung. Die trinkaffinen und beschränkten Helden trieben den Prüfer (Reinhard Stöckler) in den Wahnsinn. Am Ende des Abends heizte die ganze Faschingscrew dem Publikum bei einer Aprés Ski-Show noch einmal so richtig ein.

Ein paar Hoppalas wurden mit Bravour gemeistert – viel mehr noch, sie verliehen der Show und den Akteuren noch das Tüpfelchen auf dem „i“.