St. Valentin/Ennsdorf: Bonität auch heuer wieder top. St. Valentin belegt unter den Top-250-Gemeinden Österreichs Platz 55 und bei vergleichbarer Gemeindegröße Platz fünf.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:12)
Bonität
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr und Finanzabteilungsleiter Andreas Eder freuen sich über das Topergebnis von St. Valentin.
Gemeinde

Alljährlich lässt die Zeitschrift „public“ von den Experten des KDZ, des Zentrums für Verwaltungsforschung, die Bonität aller österreichischen Gemeinden analysieren. Das passiert mittels eines standardisierten Quicktests, der auf den Kennzahlen in den Bereichen Ertragskraft, Eigenfinanzierungskraft, finanzielle Leistungsfähigkeit und Verschuldung basiert.

Dabei erreichte St. Valentin wie schon in den Jahren zuvor eine Topplatzierung und nimmt als Nummer eins im Bezirk Amstetten Platz 55 unter den Top-250-Gemeinden ein. Im Vorjahr verpasste man als 107. noch knapp die Top 100 in diesem Ranking.

„Wir wissen, dass wir eine finanzstarke Gemeinde sind und dieses Ranking ist ein Zeugnis dafür, dass wir finanziell gut dastehen. Das tut schon gut“ 
Kerstin Suchan-Mayr

Bei den Gemeinden mit 5.001 bis 10.000 Einwohnern landete St. Valentin heuer sogar auf Rang fünf. Sehr zur Freude von Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, die dieses positive Ergebnis als Bestätigung der nachhaltigen Finanzstrategie sieht. „Wir wissen, dass wir eine finanzstarke Gemeinde sind und dieses Ranking ist ein Zeugnis dafür, dass wir finanziell gut dastehen. Das tut schon gut“, freut sich die Stadtchefin über die Verbesserung von 52 Plätzen, die sie sich auch dadurch erklärt, dass die Corona-bedingten Einbrüche bei der Kommunalsteuer letztendlich nicht so hoch ausfielen wie erwartet.

Außerdem schlägt sich das Darlehen, das man für das Großprojekt Veranstaltungshalle aufnehmen musste, noch nicht in der Bewertung nieder. „Nächstes Jahr erwarte ich deshalb eine nicht so gute Platzierung“, betont Suchan-Mayr.

Ennsdorf verpasste die Top 100 nur knapp

Die Analyse stellt aber nicht nur St. Valentin, sondern auch der Nachbargemeinde Ennsdorf ein hervorragendes Zeugnis aus. Sie liegt im heurigen Ranking auf Platz 103. „Ennsdorf hat sich zu einem starken Wirtschaftsstandort entwickelt. Das heißt, es gibt auch höhere Kommunalsteuereinnahmen“, weiß Bürgermeister Daniel Lachmayr den Grund für das gute Abschneiden.

Durch diese Einnahmen sei es möglich, Investitionen und Projekte auch ohne Fremdfinanzierung durchzuführen. Dass man sich im Vergleich zum Vorjahr um 30 Plätze verbesserte, dafür hat Lachmayr auch eine Erklärung: „Die Einnahmen sind trotz Corona stabil geblieben, weil von unseren vielen Betrieben nur wenige Kurzarbeit gemacht haben.“

Mit Haidershofen findet sich auf Platz 220 noch eine dritte Gemeinde der Kleinregion Mostviertel Ursprung unter den Top 250. „Wir haben die letzten Jahre genutzt, um unsere Schulden zu halbieren“, kommentiert Bürgermeister Manfred Schimpl das Ergebnis.