Florianis löschten Feuer in Schaltkasten. Gegen 10 Uhr wurde die Feuerwehr Rohrbach am Montag zu einem Brand bei der Suppenhennenverarbeitungs AG in Rohrbach (Gemeinde Weistrach) gerufen. Beschäftigte hatten Brandgeruch wahrgenommen und Alarm geschlagen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 09. Juni 2020 (10:21)
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Feuerwehreinsatz bei der Suppenhennen AG in Rohrbach. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden.
FF Rohrbach

Aufgrund der Alarmierung B3 gingen auch die Feuerwehren Weistrach, Goldberg, Vestenthal, Pinnersdorf, Stadt Haag, St. Valentin und St. Peter/Au in den Einsatz. Atemschutztrupps konnten den Brandherd in einem Schaltschrank rasch lokalisieren und löschen. Es bestand aber die Gefahr, dass sich das Feuer über Kabelkanäle oder in der Zwischendecke ausbreitet.

Mittels einer Wärmebildkamera wurde daher die Brandstelle geprüft. Gegen die starke Rauchentwicklung setzten die Florianis einen Druckbelüfter ein. Die FF St. Valentin kontrollierte das Gebäude mittels Teleskopmastbühne auch noch von oben. Insgesamt standen acht Feuerwehren mit 18 Fahrzeugen und 101 Mann im Einsatz.

Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. „Es wurde zum Glück niemand verletzt und auch die Produktion kann rasch wieder starten. Wir mussten nur den Schlachttag von Dienstag auf Mittwoch verschieben. Ab da läuft der Betrieb wieder normal“, sagt Franz Kirchweger, Obmann der österreichischen Eiererzeugergemeinschaft.

Der Schlachthof ist ja im Besitz von 120 österreichischen Eierproduzenten, mit Beteiligung der Firma Geti Wilba, einem Tiefkühlgerichtespezialisten aus Deutschland, der auch zwei Drittel der Produktion übernimmt. Jährlich werden von der Suppenhennen-AG etwa 3,4 Millionen Legehühner geschlachtet. Als im Jahr 1990 die Firma Weinberger in Konkurs ging haben die heimischen Eiererzeuger den Betrieb übernommen. Er ist der einzige Schlachthof in Österreich. Den nächstgelegen gibt es in Deutschland, etwa 80 Kilometer von Nürnberg entfernt.