Ertl und die Corona-Krise: „Wir werden leise treten“. Gemeinde Ertl kann aufgrund der finanziellen Auswirkungen der Coronakrise heuer nur wenige Projekte in Angriff nehmen und hofft auf Unterstützung durch den Bund.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. Januar 2021 (04:13)
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Die finanzielle Lage der Gemeinde ist aufgrund der Coronakrise natürlich nicht einfach. „2020 hat uns das kommunale Investitionspaket mehr oder weniger gerettet. Wenn heuer die Ertragsanteile so kommen, wie prognostiziert, müssen wir schauen, wie wir über die Runden kommen. Wir werden Mittel aus den Bedarfszuweisungen benötigen, um das Budget auszugleichen“, sagt Bürgermeister Josef Forster.

Große Projekte sind daher für 2021 nicht geplant. „Wir werden eine Siedlungsstraße und eine Kanalerweiterung machen und ansonsten sehr leise treten.“ Letztlich werde, sagt Forster, die finanzielle Entwicklung auch vom neuen Gemeindepaket abhängen. „Man hört ja, dass da konjunkturschwache Kommunen unterstützt werden sollen, aber was das für uns dann genau heißt, wissen wir noch nicht“, sagt der Ortschef.

Wie geplant, fortgeführt wird in Ertl natürlich auch der Neubau des Feuerwehrhauses. Der Rohbau samt Fenster ist fertig, nun werden unter Einhaltung der Coronaregeln in den Innenräumen Leitungen gestemmt. Wenn das Wetter mitspielt, soll im März der Innenputz erfolgen und der Estrich gemacht werden.

„Wunsch der Feuerwehr wäre es, im Spätherbst ins neue Haus einzuziehen“, berichtet Forster. Was danach mit dem alten Haus geschieht, ist noch unklar. „Verkaufen werden wir es nur, wenn der Käufer es auch erhält “, sagt der Ortschef.