St. Valentin: Chor gibt Lebenszeichen. St. Valentiner Chor „Ad Libitum“ probt bereits Werk von Johann Sebastian Bach. Am 17. Juli wird in der Pfarrkirche Langenhart endlich wieder ein Konzert gesungen.

Von Leopold Kogler. Erstellt am 18. Juni 2021 (07:02)
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Groß ist die Vorfreude beim Chor Ad Libitum, dassman nun wieder Singen kann. A m17. Juli steht in der Pfarrkirche Langenhart ein Konzert auf dem Programm.
Chor Ad Libitum, Chor Ad Libitum

Der Neustart der Kultur, besonders auch der Chormusik, sollte nicht bloß ein Wiederaufsperren sein, sondern manches in frischem Licht erblicken lassen. Das Konzert des Chores „Ad Libitum in der Pfarrkirche Langenhart am 17. Juli ist dafür ein perfektes Signal.

„Wir fühlen uns glücklich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen“ Dirigent Heinz Ferlesch

Auf dem Programm steht J.S. Bachs Messe in H-Moll. Diese Messe darf als musikalisches Vermächtnis des äußerst populären Barockkomponisten gesehen werden. Es war sein Opus ultimum, an dem er Zeit seines Lebens gearbeitet hat. „Es ist kaum zu glauben, dass wir wieder Konzerte singen dürfen und uns darauf konzentriert vorbereiten dürfen. Wir fühlen uns glücklich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen.Für den Chor Ad Libitum gab es ja eine große Pause“, verrät Dirigent Heinz Ferlesch, zugleich Leiter der Wiener Singakademie.

In dieser Funktion durfte er voll aktiv sein, denn die Vereinigung gehörte zu jenen wenigen Chören in Österreich, die in diesen Pandemie-bedrängten Zeiten singen durften. Als Chor des Wiener Konzerthauses verfügt man über Profistatus.

Der Chor Ad Libitum ist ein Kammerchor mit begeisterten, mit großer Leidenschaft agierenden Sängerinnen und Sängern, aber „nur“ im Laienstatus. Daher ist bei vielen die Vorfreude auf das Konzert groß. Die Proben laufen auf Hochtouren.

Werk von Bach als Herausforderung

Die h-Moll Messe von J.S. Bach, eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen, ist eine besondere Herausforderung. Die einzelnen Sätze der Komposition geben Einblick in verschiedene Schaffensphasen des Komponisten und die Messe bildet, trotz unterschiedlicher Entstehungszeitpunkte der einzelnen Sätze, ein zyklisches Ganzes, das einen detailliert ausgearbeiteten Tonartenplan aufweist.

Mit der Sopranistin Elisabeth Breuer, der Altistin Patricia Nolz, dem Tenor Daniel Johannsen und dem Bassisten Matthias Helm, dem Chor Ad Libitum und dem Originalklangorchester „Barucco“, unter Dirigent Heinz Ferlesch, möchte man nach der langen Pause wieder ein besonderes Lebenszeichen setzen und eine wunderbare Musik in sprühenden Farben interpretieren.